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Viele Autos ohne Mängel beim TÜV

2011 galt kein einziges Fahrzeug beim TÜV in der Landeshauptstadt als verkehrsunsicher
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Erfreuliche 65,6 Prozent der Fahrzeuge, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Schwerin von den TÜV-Sachverständigen auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten gar keine Mängel. Bemerkenswert ist aber auch die andere Seite: Immerhin  11,5 Prozent hatten „erhebliche Mängel“ und mussten umgehend repariert werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten. Schließlich wurden bei insgesamt 22,8 Prozent „geringe Mängel“ festgestellt, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten.
Als „verkehrsunsicher“ wurde kein Fahrzeug eingestuft. Das ist zusammengefasst das Ergebnis der TÜV-Statistik vor Ort, die jetzt veröffentlicht wurde.
Der Leiter der TÜV-Station in Schwerin, Dirk Hubeny, erklärt dieses Phänomen so: „Einerseits bauen die Hersteller gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch ohne Mängel unterwegs sein können. Andererseits kümmern sich viele Autofahrer zu wenig um die Technik ihres Fahrzeugs. Der Autofahrer will ein funktionierendes Gefährt, das ihn sicher von A nach B bringt, ohne dass er sich darum sorgen muss. Viele scheuen dann auch aus Kostengründen regelmäßige Werkstatttermine zur Inspektion und zur Wartung. Das ist ein Fehler. Wer sich ein wenig um sein Auto kümmert und es in einer Fachwerkstatt warten lässt, kann der Hauptuntersuchung gelassen entgegen sehen.“
Das vergangene Jahr ist ein jubiläumsreiches in der Geschichte der Hauptuntersuchung. Schließlich wurde sie vor genau 60 Jahren am 1. Dezember 1951 eingeführt. Zwar hatte es zuvor schon technische Abnahmen gegeben aber ohne festen Rhythmus und auf Anordnung der Behörde. Vor 50 Jahren dann, also 1961 wurde die TÜV-Plakette eingeführt, als sichtbares Zeichen dafür, dass die Überprüfung der Verkehrsicherheit durch den TÜV stattgefunden hat und als Hinweis darauf, wann die nächste Untersuchung ansteht.
Auch die Mängelgruppen deuten darauf hin, dass viele Autofahrer sich oftmals nicht um den sicheren Zustand ihres Fahrzeuges kümmern. Die Mängelgruppe „Licht, Elektrik“ liegt in der Statistik immer noch ganz vorne.
Insgesamt ergibt sich für die häufigsten Mängelgruppen die Reihenfolge „Licht, Elektrik“, „Bremsen“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Umweltbelastung“.
Je älter die Fahrzeuge werden, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf TÜV NORD-weit keine TÜV-Plakette bekommen.
Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als mängelursächlich anzusehen ist, liegt jetzt bei 52656 Kilometern bei den Dreijährigen und 133528 Kilometern bei den Elfjährigen.
Übrigens: Wer noch mit einer rosafarbenen HU-Plakette unterwegs ist, sollte sich sputen. Mit dem Jahreswechsel änderte sich die Farbe der ‚fälligen Plaketten’ auf Grün und dann ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätestens zwei Monaten ein Bußgeld fällig, später kommen noch Punkte in Flensburg dazu. Telefonisch unter 0800 80 70 600 oder online bei www.tuev-nord.de  können Autofahrer Termine zur Hauptuntersuchung vereinbaren. Die jetzt erfolgte statistische Auswertung der Mängel an Fahrzeugtypen, die bei der Hauptuntersuchung vom TÜV entdeckt wurden, werden im neuen TÜV Auto-Report veröffentlicht, der an allen TÜV-STATIONEN und im Zeitschriftenhandel verkauft wird. Er kostet 4,50 Euro.