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Ein Energiespeicher der Zukunft

Die WEMAG eröffnete in Schwerin-Lankow Europas ersten kommerziellen Batteriespeicher
Sie legten den symbolischen Hebelschalter für den Batteriespeicher um (v. l.): MV-Ministerpräsident Erwin Sellering,Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG AG, Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel und Clemens Triebel, Technischer Vorstand und Gründer der Younicos AG. Foto: SN live
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Nach einjähriger Bauzeit ging in Schwerin-Lankow Europas erster kommerzieller Batteriespeicher ans Netz. Der von der WEMAG betriebene „Batteriepark“ befindet sich in einem nur etwa turnhallengroßen Gebäude, ist mit Lithium-Ionen-Batterien bestückt und kann bis zu fünf Megawatt leisten.

Der Speicher, der vom Berliner Stromnetz-Spezialisten Younicos AG konzipiert und errichtet wurde, soll kurzfris­tige Schwankungen der Netzfrequenz (50 Hertz) ausgleichen. Solcherart Anlagen werden künftig noch viel mehr benötigt, denn sie dienen vor allem dazu, aus Wind und Sonne gewonnene Elektro-Energie ins Netz zu integrieren.

Zur Eröffnung am 16. September sprach auch der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel. Er begrüßte vor allem die kommerzielle Ausrichtung, denn der Ausbau Erneuerbarer Energien müsse „vorangehen, ohne weitere Kosten zu verursachen“, sprich ohne erneute Subventionen. Er sagt: „Der erste wirtschaftlich operierende Batteriespeicher in dieser Größenordnung ist ein wichtiger Schritt zum Gelingen der Energiewende. (…) Das Batteriekraftwerk der WEMAG ist deshalb ein gutes Beispiel für das Engagement kommunaler Energieversorger für die Energiewende, welches auch andernorts in Deutschland Schule machen kann.“

Clemens Triebel, Technischer Vorstand von Younicos, betont, dass Speicher dieser Art nach und nach Kohlekraftwerke als Netzstabilisatoren ersetzen würden. Schon vor acht Jahren habe Younicos mit internen Berechnungen für Batteriespeicher begonnen. Er freue sich, dass er in der WEMAG schnell einen Partner gefunden habe, der den Mut habe, das technische Konzept tatsächlich umzusetzen.
Die WEMAG will mit dem Kraftwerk auch als Dienstleis­ter für andere Anbieter tätig sein. Der Technische Vorstand Thomas Pätzold sagt: „Unser Batteriespeicher ist hier doppelt wegweisend: Er ist die technisch beste Lösung, um die naturbedingten Schwankungen aus regenerativer Einspeisung auszugleichen und ist zudem wirtschaftlich sehr attraktiv.“

Nach der Anschubfinanzierung durch das Innovationsprogramm des Bundesumweltministeriums in Höhe von 1,3 Millionen Euro rentiert sich der Schweriner Großspeicher laut Berechnungen der WEMAG bereits von Beginn an durch die Teilnahme am Primärregelleistungsmarkt.
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass der Anteil Erneuerbarer Energien in sechs Jahren deutschlandweit bei 40 Prozent liegt, derzeit sind es zwanzig Prozent. Die WEMAG ist übrigens auch hier Vorreiter, denn in deren Netzgebiet, so versichert Pätzold, „werden bereits mehr als 80 Prozent der verbrauchten Strommengen aus Wind und Sonne produziert.“

Mit Blick darauf und vor allem auf den Speicher hat MV-Ministerpräsident Erwin Sellering, der ebenfalls an der feierlichen Eröffnung teilnahm, festgestellt: „Die WEMAG entwickelt jetzt schon Lösungen für Fragen, die sich erst in ein paar Jahren stellen werden.“ Stefan Krieg

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