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Schlager, Schläger

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Früher, also als Kind, habe ich Andy Borg mit Björn Borg verwechselt. Besser gesagt, ich dachte, es handele sich um ein und dieselbe Person und dass der frühere Tennisspieler nun Sänger sei. Heute weiß ich: Neinneinnein, Björn Borg war derjenige, der keinen Spaß versteht, während Andy Borg doch schlagersingend meinte, wenigstens ein bisschen Spaß müsse sein. Moment, äh … Das war doch gar nicht Andy Borg, sondern der andere, der Blanco-Roberto. Schon wieder eine Verwechslung. Bei den Stimmungssängern kann man aber auch durcheinanderkommen. Zumal die beiden sogar bereits gemeinsam einen Hit gelandet haben: „Resi, bring Bier“. Was, Roberto Blancos Partner war da gar nicht Andy Borg, sondern Tony Marshall?

Na gut, wenigstens bei den Damen der Schlagerzunft weiß ich Bescheid. Andrea Bergs „Atemlos durch die Nacht“ wurde ja oft genug auf Tanzveranstaltungen gespielt, auf denen ich nicht gewesen bin. Und dann Helene Fischer. Ich sage nur: „Gefühle haben Schweigepflicht“, einer von Helene Fischers größten Hits.

Aber zurück zu Borg und Borg. So gaaanz falsch lag ich damals nämlich nicht. Heute weiß ich: Der Künstlername Andy Borg geht tatsächlich auf den schwedischen Tennisstar zurück. Dessen Beliebtheit sollte der Kar-riere des Schlagersängers ordentlich Topspin mitgeben. Andy sicherte sich dann ja auch einen ansehnlichen Slice vom Schlagerkuchen. Gleich sein erster Aufschlag, „Adios Amor“, war ein Ass. Und das ohne Stirnband.

Euer Museumslöwe

(notiert von Stefan Krieg)