16.01.2026

Leo

Probleme

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Deine Sorgen und das Geld von Rockefeller möchte ich haben. Das pflegte meine Großmutter zu sagen, wenn ich wieder mal eine besonders knifflige Frage hatte. So wie diese: Habe ich nun Pfoten oder Tatzen? Möglicherweise auch Pranken, Klauen oder Fänge, wer weiß das schon? Ist doch wurscht, Alter, Hauptsache darin verfängt sich etwas Essbares, sagte mein Sockelnachbar. Und brachte auf den Punkt, was alle denken: Der Typ hat vielleicht Probleme, wann hat dem denn zu lange die Sonne auf den Kopf geschienen?

Leo sagt...

Aber egal, ich möchte es einfach wissen. Ist doch eine Prestige­frage. Es gibt Leute, die sagen zu ihren Hunden: „Gib Pfötchen!“ Daraus schlussfolgere ich, dass zumindest Hunde Pfoten haben und auch eine handfeste Geduld, die sie davon abhält, ihrem Gegenüber bei derartigen Narreteien nichts abzubeißen. Eine Klaue habe ich auch nicht, zumindest hat sich das noch niemand zu sagen getraut. Meine Handschrift ist prima und wer etwas anderes behauptet, sollte dies aus sicherer Entfernung tun. Bei den größeren, kräftigen Vorderfüßen von Raubtieren spricht man von Tatzen, sagt die KI. Und: Pfoten wiederum wäre eher der allgemeine Begriff für Säugetierfüße. Laut dieser Definition scheint es ja keine Hintertatzen zu geben, doch bei dieser Frage stürzte leider mein Rechner ab. Mein Sockelnachbar wusste es auch nicht, fragte mich aber im Gegenzug, was die Mehrzahl von Pizza ist. Pizzas? Pizzen? Na, der hat vielleicht einen Dachschaden! Hauptsache viel ­Pizza, alles andere ist doch egal!

Euer Museumslöwe
(notiert von Katja Haescher)