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Segler nutzen Erdwärme

Geothermie als Energiequelle fürs Vereinshaus
Man sieht‘s dem Gebäude von außen nicht an, aber es wird auf hochmoderne und umweltfreundliche Art beheizt. Foto: SHH
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Seit einem Monat hat der Opens external link in new windowSegelverein auf der Schwanenhalbinsel ein neues Vereinsgebäude – und was für eins: Es steht nicht nur auf Pfählen, sondern wird auch über diese beheizt, denn die Pfahlgründungen sind mit Erdwärmesonden versehen. Lars Dittmar, Initiator des nachhaltigen Bauprojektes und Mitglied im Segelverein, sagt: „Mit nur einem Mitgliedsbeitrag können wir die Heizkosten für ein ganzes Jahr finanzieren, mit zwei weiteren die Telefonkosten.“ Weitere Röhrenkollektoren auf dem Dach sorgen für heißes Duschwasser an kalten Segeltagen.

Die erste Baugenehmigung für ein Vereinshaus gab es übrigens schon vor 30 Jahren, zusammen mit der Finanzierungsbestätigung durch den Ministerrat der DDR. Doch das erforderliche Baumaterial wurde nie angeliefert. Nach der Wiedervereinigung stand der Verein dann erneut vor den Genehmigungs- und Finanzierungshürden und musste weiter seine unzumutbaren alten Asbest-Bungalows nutzen.
Erst 2010 erhielt der Verein die nötige Bau-Erlaubnis. Finanzielle Förderung vom Land half, das Projekt zu realisieren, und ein langjähriger Pachtvertrag durch die Stadt gibt den Seglern Planungssicherheit bis 2042. Im Herbst wird der Verein wieder Mitausrichter der größten deutschen Kinder- und Jugendsegelregatta sein.