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Die Familie als Flickendecke

10. Herbstsymposium des Kinderzentrums Mecklenburg mit großem gesellschaftlichen Thema
Prägend für das Leben: Beziehungen innerhalb der Familie. In einer Gesellschaft, in der Scheidungen der Normalfall sind, verändert sich auch die Lebenswirklichkeit der Kinder.Foto: fotolia
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Die Familie. Sie ist Lebensmittelpunkt und bestimmt zumeist, ob es uns gut oder schlecht geht. Das Auf und Ab in Familien fasziniert uns so, dass dieser Stoff jahrzehntelang Vorabendserien im Fernsehen füllt.
Die Beziehungen innerhalb der Familie sind prägend für das Leben. In einer Gesellschaft, in der Scheidungen immer häufiger werden, verändert sich auch die Lebenswirklichkeit der Kinder. Ihr Alltag wird immer komplexer. Es kommen neue Eltern in ihre Welt, früher Stiefeltern, heute gern Bonus-eltern genannt, neue Geschwister oder Halbgeschwister.


Welche herausforderungen müssen gemeistert werden?

Auf dem 10. Herbstsymposium des Kinderzentrums am 13. Oktober 2012 wollen Experten reflektieren, wie sich diese neue Lebenswirklichkeit von Kindern auf deren Entwicklung auswirkt, welche Herausforderungen sie zu meistern haben und wie man ihnen dabei helfen kann.
„Weil so extrem viele Menschen betroffen sind, gibt es auch die unterschiedlichsten Formen der Auseinandersetzung mit der Thematik”, sagt Diplom-Psychologin Elisabeth Jecht, Leitende Psychologin im Kinderzentrum Mecklenburg. In jedem Fall sei die Trennung der Eltern, so die Psychologin, für Kinder ein kritisches Lebensereignis.
Mutter und Vater fallen über weite Strecken regelrecht aus, müssen den Alltag neu organisieren. In dieser Phase müssen alle Erwachsenen im Umfeld der Kinder verinnerlichen, dass sie eine Verantwortung haben. Großeltern, Lehrer oder Erzieher müssen feinfühlig „einspringen”. Vorwürfe sind kontraproduktiv und fehl am Platz. Elisabeth Jecht: „Wir wollen im Symposium auch darlegen, dass Kinder auch gestärkt aus den unverhofften ‚Lebenskurven‘ hervorgehen können.” So zeigt der Wiesbadener Diplom-Psychologe Dr. Matthias Ochs in seinem Programmbeitrag „Familie geht auch anders” und dem anschließenden Workshop „Beratung alternativer Familienformen aus systemischer Sicht”, dass neue Beziehungsformen und Verbindungen die weitere Entwicklung junger Menschen befördern kann. Zum Symposium eingeladen sind Eltern, Lehrer, Erzieher und alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
10. Herbstsymposium
„Die Familie als Flickendecke”
13.10.2012, 9 - 16 Uhr, Informationen und Anmeldungen bei Katharina Maaß, Tel. (0385) 551 59 10.

Kinderzentrum Mecklenburg
Wismarsche Straße 390
19055 Schwerin
Telefon (0385) 551 59-0
Fax (0385) 551 59 59
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