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der Fachkräftebedarf wächst

Im Schweriner Handwerk lernen zur Zeit 499 junge Menschen ihren Beruf. Foto: ccvision
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Das Handwerk in der Region Schwerin verzeichnet die beste Geschäftsentwicklung seit 15 Jahren

Handwerksberufe sind die, in denen etwas erschafft wird, etwas Fassbares. Professionen, die vorwiegend am Schreibtisch ausgeübt werden, können nur selten mit derartigen Ergebnissen aufwarten.
In Schwerin und Umgebung wird Handwerkstradition hochgehalten.

Betriebe und Beschäftigte

Aktuell sind bei der Handwerkskammer Schwerin, deren Bezirk neben der Landeshauptstadt und der Stadt Wismar auch die Landkreise Nordwestmecklenburg, Parchim, Ludwigslust und Güstrow umfasst, 1.131 Handwerks- und handwerksähnliche Betriebe für Schwerin registriert. Rund 5.300 Beschäftigte und knapp 500 Auszubildende haben hier ihre berufliche Heimat.

Konjunktur und Branchen

Laut der letzten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer aus dem Frühjahr 2011 verzeichnete das Handwerk die beste Geschäftsentwicklung seit mehr als 15 Jahren. Im Vergleich der Regionen gab es für das Handwerk in Schwerin überdurchschnittlich gute Bewertungen seiner aktuellen Geschäftslage. Es zeigt sich - gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigslust - als besonders gut aufgestellt. Der größte Teil der Betriebe ist im Bau- und Ausbaugewerbe tätig, gefolgt von den Elektro- und Metallgewerben.

Berufsausbildung

499 junge Menschen befinden sich zurzeit in der Ausbildung im Schweriner Handwerk, davon sind 168 weiblich. Die Liste der am stärksten besetzten Ausbildungsberufe führt der Kraftfahrzeugmechatroniker an, gefolgt von Friseur, Fachverkäuferin Lebensmittelhandwerk, Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Augenoptiker. Für das jetzt beginnende Ausbildungsjahr 2011/2012 wurden bisher 110 Lehrverträge neu geschlossen, dies entspricht ungefähr dem Vorjahresstand.

Perspektiven

Eine Umfrage der Handwerkskammer Schwerin hat vor kurzem gezeigt, dass es mittlerweile einen hohen Fachkräftebedarf im Handwerk gibt. Fast ein Drittel der Betriebe  wollen Fachkräfte neu einstellen. Durchschnittlich gehen nach Angaben der Betriebe zwei Beschäftigte pro Unternehemen in den kommenden fünf Jahren in den Ruhestand. Der Bedarf an qualifiziertem Personal wird künftig also weiter ansteigen.
Hinzu kommt, dass altersbedingt in den nächsten zehn Jahren ca. 20 bis 25 Prozent der Handwerksbetriebe zur Übernahme anstehen. Zunehmend seltener ist die Nachfolge innerhalb der Familie gesichert. Für gut ausgebildete junge Meisterinnen und Meister ergibt sich daraus die Chance, solide und am Markt etablierte Betriebe weiterführen zu können.

Besonderheiten

Dadurch, dass Schwerin nicht nur der Sitz der Verwaltung, sondern auch des Berufsbildungs- und Technologiezentrums der Handwerkskammer ist, profitiert das Schweriner Handwerk in besonderem Maße von einem breiten Aus- und Weiterbildungsangebot direkt vor Ort. Für die Schweriner Lehrlinge ist der Weg zur überbetrieblichen Unterweisung, die die Ausbildung im Betrieb fachlich ergänzt und sicherstellt, nicht weit. Für Mitarbeiter, Führungskräfte und Chefs stehen eine Vielzahl kaufmännisch-rechtlicher oder technische Seminare, die Meisterausbildung in zahlreichen Gewerken sowie komplexe Weiterbildungen wie der Betriebswirt des Handwerks zur Auswahl.