Wirtschaft

Das Azubi-Ticket ist da

Auszubildende können damit für einen Euro am Tag Nahverkehr nutzen – Vorteil für Standort MV
Die Freude ist groß: Siegbert Eisenach, Matthias Belke, Bettina Martin und Christian Pegel (hintere Reihe, v.l.) übergeben symbolisch das Azubi-Ticket an Lehrlinge.
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Das Azubi-Ticket ist endlich da! Lange wurde es von den Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern gefordert – seit dem 1. Februar können Auszubildende nun mit dem Ticket für 365 Euro im Jahr – umgerechnet für nur einen Euro pro Tag – durch ganz MV reisen und den Nahverkehr nutzen.

Gemeinsam mit Bildungsministerin Bettina Martin und Verkehrsminister Christian Pegel überreichten IHK-Hauptgeschäftsführer Siegbert Eisenach und IHK-Präsident Matthias Belke symbolisch das Ticket, das online zur Verfügung stehen wird, an Auszubildende.

Mehrere Unternehmen, zum Beispiel die Friedrich-Kruse-Möbelspedition, finanzieren ihren Lehrlingen das neue Ticket – genauso wie die IHK. Die Kammer will damit ein Beispiel geben – in der Hoffnung, dass sich weitere Unternehmen aus Westmecklenburg anschließen. Das Azubi-Ticket entlastet die Auszubildenden finanziell und steigert den Mehrwert für junge Menschen in unserem Land.

Neben Auszubildenden richtet sich das Ticket auch an junge Leute, die in Mecklenburg-Vorpommern einen Freiwilligendienst absolvieren – sofern nicht bereits Anspruch auf ein Schülerticket besteht. Außerdem gilt es für Beamtenanwärter im Vorbereitungsdienst der Laufbahngruppe I mit Einsatzstätte in MV.

Nutzbar ist das Ticket im gesamten ÖPNV des Landes für berufliche und private Fahrten. Neben den Nahverkehrszügen (2. Klasse), Straßenbahnen, Stadt- und Linienbussen gehören dazu die Rostocker Fähren, außerdem sind Fahrten von und nach Lübeck bis Bus- oder Hauptbahnhof inbegriffen.

Das Ticket kann ausschließlich über das Internet erworben werden. Unter  www.azubiticket-mv.de ist der Antrag online zu stellen, anschließend gibt‘s das Azubi-Ticket aufs Handy. Die Landesregierung stellt für das Projekt in den Jahren 2021 und 2022 zehn Millionen Euro bereit.