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"Einige Dinge, die ich verändern möchte"

Interview mit Ingo Funk in der Reihe "Köpfe aus Schwerin"
Ingo Funk, 57 Jahre, stellvertr. Geschäftsführer der Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung Schwerin, ab 1. Juli zweiter Stellvertreter der Landrätin NWM
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Am 7. Mai wurden Sie zum zweiten Stellvertreter der Nordwestmecklenburger Landrätin Kerstin Weiss gewählt. Warum haben Sie sich nach fast 30 Jahren in der Stadtverwaltung Schwerin auf das Amt beworben?
Ich habe eine neue Herausforderung gesucht, nachdem meine beiden Kinder aus dem Haus waren. Jetzt habe ich die Zeit für so eine aufwendige Tätigkeit.

Die Herausforderung hätten Sie vielleicht auch anderswo gefunden.
Ich kann bei meiner neuen Aufgabe meine Kompetenzen sehr gut einbringen. Als stellvertretender Geschäftsführer und Prokurist der Gesellschaft für Beteiligungsverwaltung Schwerin bin ich neben dem Energiebereich vor allem verantwortlich für die sozialen Unternehmen der Stadt, also die Helios-Kliniken, die Kita gGmbH und die Sozius gGmbH, welche Kinder- und Jugendheime sowie Pflegeheime betreibt. Zuvor war ich unter anderem Verwaltungsleiter im Amt für Jugend und Soziales, habe zwölf Jahre in der ambulanten Pflegesatzkommission für die Landkreise und kreisfreien Städte verhandelt. Ich habe den Stadtvertreterbeschluss zur Teilprivatisierung des Medizinischen Zentrums in Schwerin, jetzt Helios, umgesetzt und betreue die Stadtvertreter im Aufsichtsrat der Helios-Kliniken Schwerin GmbH gesellschaftsrechtlich und betriebswirtschaftlich sowie den Oberbürgermeister in der Gesellschafterversammlung der Helios-Kliniken Schwerin GmbH.

Eine Menge Erfahrung.
Das stimmt. Die brauche ich als Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Bildung.

Dann können Sie an Ihrem ersten Arbeitstag am 1. Juli direkt Ihre Pläne, die Sie sicher schon geschmiedet haben, beginnen umzusetzen.
Ab 1. Juli möchte ich mich zunächst bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fachbereich vorstellen. Es gibt tatsächlich schon ein paar Dinge, bei denen ich in meinem Fachbereich neue Impulse setzen möch­te. Haben Sie bitte Verständnis, dass ich aus Respekt vor den gewählten Kreis­tagsabgeordneten das zunächst mit denen besprechen möchte. Meine Aufgabe wird es hauptsächlich sein, die Themen aus der Verwaltung frühzeitig in die Entscheidungsprozesse, sprich in die politischen Gremien, einzubringen. Ich kann dabei auf gute Amtsleitungen und deren sehr kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen.

Sie wohnen im Kreis Ludwigslust-Parchim, arbeiten aber künftig für den Landkreis Nordwestmecklenburg. Wäre es nicht besser, wenn Sie dorthin umziehen?
Einen Umzug schließe ich auf jeden Fall nicht aus.

Seit 1991 sind Sie in der Stadtverwaltung Schwerin tätig. Eine lange Zeit. Wie verabschieden Sie sich von Ihren Kollegen und Mitstreitern? Planen Sie einen großen Ausstand?
Wegen der Corona-Situation kann ich natürlich keinen großen Ausstand geben. Ich habe mich aber bei den Mitgliedern des Hauptausschusses und der Stadtvertretung nach 30 Jahren Zusammenarbeit bereits persönlich verabschieden können. Interview: S. Krieg