Kultur
Unterwegs auf jüdischen Spuren

Einen Rundgang durch die jüdische Geschichte Schwerins bietet die Stiftung Mecklenburg an – das nächste Mal am 29. März. Um 11.15 Uhr führen Kerstin Eichhorst und Peter Scherrer dann Interessierte unter diesem Fokus durch die Schweriner Altstadt. Treffpunkt ist am Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus, hier findet auch der Kartenvorverkauf statt. Ausgehend von den ersten Spuren im 13. Jahrhundert geht es über den Schlachtermarkt, wo die jüdische Gemeinde im Jahr 1773 ihre erste Synagoge einweihte, zu den Spuren jüdischer Kaufmannsfamilien. Diese waren im Textil-, Tabak-, Getreide- und Einzelhandel tätig und prägten das Leben der Residenzstadt.
Die Situation änderte sich 1933. Erbarmungslos durch die Nationalsozialisten verfolgt, mussten Juden fliehen. Sehr viele, denen dies nicht gelang, wurden ermordet. Der Neubeginn nach 1945 gestaltete sich schwierig. Erst der Zuzug von Juden aus der ehemaligen Sowjetunion gab der Schweriner Gemeinde nach 1990 neue Impulse. Heute zählt sie rund 570 Mitglieder.
Die Führung kann telefonisch unter 0385-77883820 oder per E-Mail unter info@stiftung-mecklenburg.de gebucht werden.
www.stiftung-mecklenburg.de




