Kultur
Ruderfotos fürs Archiv
Das Stadtarchiv hat wertvolle Dokumente zur Geschichte des Rudersports in Schwerin bekommen. Henning Lipski und Volker Tremel von der Schweriner Rudergesellschaft übergaben Vereinsdokumente als Dauerleihgaben an das Archiv, wo sie nun unter konservatorischen Bedingungen sicher aufbewahrt werden.
„Rudern ist ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte“, sagt Stadtarchivar Dr. Bernd Kasten. „Seit über 150 Jahren wird auf den Schweriner Seen kontinuierlich Rudersport betrieben. Die Herzogliche Familie gehörte zu den starken Förderern.“ Darüber legen auch die historischen Dokumente Zeugnis ab. Eins der Fotos zeigt Großherzog Friedrich Franz III. als begeisterten Ruderer, der mit seinem Einer „Bravo“ über den Schweriner See fährt. Neben Fotos zählen zu den nun ans Stadtarchiv übergebenen Dokumenten Chroniken, Zeichnungen von Bootshäusern und Exemplare der Vereinszeitschrift aus verschiedenen Jahren. Sie berichten über Erfolge bei Regatten und über das Vereinsleben.
„Rudern war eine Mixtur aus Sport und Geselligkeit“, sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter der Landeshauptstadt, Dr. Jakob Schwichtenberg. „Im Unterschied zu anderen Städten, waren Frauen von Anfang an mit dabei. Die Fotos und Chroniken geben damit Einblicke in das Schweriner Gesellschaftsleben. Das ist von unschätzbarem Wert.“
Dass der Verein solch eine umfangreiche Sammlung vorweisen kann, ist vor allem der Leidenschaft des Ruderkameraden und Vereinschronisten Hanning Wüsthoff zu verdanken, der selbst aktiver Ruderer war. Die Vereinsgeschichte bereitete er 2005 in dem mittlerweile vergriffenen Buch „Rudersport in Schwerin – 1871 bis heute“ auf. Die Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 ist aus dem Zusammenschluss der Vereine Ruderverein Schwerin und Ruderverein Vorwärts hervorgegangen.
schwerinerrudergesellschaft.de





