11.03.2026

Kultur

Ein seltenes Tier

Im Museum ist wieder das Original des Einhorns von Maerten de Vos zu sehen
Maerten de Vos malte das Einhorn 1572 in Öl auf Eichenholz.
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Das Einhorn des Staatlichen Museums Schwerin ist zurück von einer Reise. Das Gemälde aus der Menagerie von Maerten de Vos (1532-1603) war mehrere Monate im Museum Barberini in Potsdam Star einer Sonderausstellung zum Fabeltier in der Kunst. Es zeigt eine der weltweit wenigen Einzeldarstellungen des sagenumwobenen Einhorns, von dem es hieß, dass es sich lieber töten als fangen ließ. Möglicherweise war es diese Wildheit und Ungezähmtheit, die Johann Albrecht I. faszinierte. Denn als der Mecklenburger Herzog 1572 bei dem flämischen Künstler de Vos eine Menagerie exotischer Tiere bestellte, gehörte das Einhorn in die illustre Reihe.
Im Oudry-Saal des Staatlichen Museums war in den zurückliegenden Monaten eine Kopie gezeigt worden, nun ist hier das wertvolle Original zu sehen. In Ermangelung eines Modells ließ der Künstler 
de Vos in die Darstellung des Schweriner Einhorns Attribute verschiedener anderer Tiere einfließen. So erinnern die Füße an einen Elefanten, der Ringelschwanz dagegen an einen wilden Eber. Klischeehafte Figuren im Hintergrund wiederum machen deutlich, dass es sich um ein fernes Land handelt, in dem man den Lebensraum des Einhorns verortete. 
museum-schwerin.de