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Zirkus im Kindergarten

Screening-Verfahren hilft Kinder speziell zu fördern/großes Interesse bei Kitas
Freuten sich mit Kinderzentrum-Geschäftsführer Thomas Wagner (r.) über eine ausgebuchte Fachtagung: Marcel Wühn, Prof. Dr. Heinrich Tröster, Dr. Jurina Karsten-Schäfer, Petra Wünsche (v.l.).
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„Eigentlich könnten wir eine Außenstelle in Schwerin aufmachen“, sagt Prof. Dr. Heinrich Tröster von der Uni Dortmund. Der Wissenschaftler ist maßgeblich am Erfolg des Dortmunder Entwicklungsscreenings für den Kindergarten (DESK 3-6) beteiligt und lobt die konstruktive und offene Mitarbeit von 11 Kitas aus Schwerin und dem Umland während der Neubearbeitung des Verfahrens in den vergangenen Monaten.

„Mit DESK 3-6 wird den Erzieherinnen in ihrer Arbeit mit den drei- bis sechsjährigen Kindern ein wichtiges Instrument der Verhaltensbeobachtung und -beurteilung an die Hand gegeben, das unter Alltagsbedingungen eingesetzt werden kann“, sagt Erzieherin Christiane Pohle. Die Projektleiterin DESK im Kinderzentrum  hält nicht nur engen Kontakt zur Uni Dortmund sondern steht ihren Berufskolleginnen vor Ort mit Rat und Tat zur Seite.

So zum Beispiel auch den Erzieherinnen der Kita „Aubachspatzen“ in Alt Meteln. Kita-Leiterin Roswita Meier und ihr Team stehen DESK 3-6 offen gegenüber und holten sich jetzt auf einem Fachtreffen in Schwerin gemeinsam die aktuellsten Infos. Meier: „Das standardisierte Verfahren kann uns zuverlässig helfen, Entwicklungsverzögerungen oder gar Begabungen bei den Kindern zu erkennen.“
Ganz wichtig ist den Pädagogen: Das Screening tut nicht weh und wird in keiner Arztsprechstunde durchgeführt! Das Überprüfen von Fein- und Grobmotorik, Sprache oder sozialer Kompetenz kann spielerisch in den Kita-Alltag integriert werden. So kann das „Zirkusspiel“ durchgeführt werden. Dort führen die kleinen „Zauberer“ und „Artisten“ vor, wie man unsichtbares Papier mit einer Hand zerknittert oder Hacke-Spitze auf einem – natürlich unsichtbarem – Seil balanciert ...

Das sogenannte Screening-Profil gibt Hinweise auf Förderbereiche der einzelnen Kinder und ist  Grundlage für Eltern- und Entwicklungsgespräche sowie den Austausch mit Fachdiensten, Kinderärzten und Grundschulen.