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Sozialer Dienst auf kurzen Wegen

MediClin Krankenhaus unterstützt Patienten bei der Organisation weiterführender Hilfe
Sozialdienst heißt auch viel „Papierkram“: Traute Mierendorf kümmert sich um die im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt nötigen Reha- oder Pflegeleistungen für Patienten. Foto: Hultzsch
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Traute Mierendorf kennt vom Krankenhaus am Crivitzer See jeden Stein. Seit fast 40 Jahren – im nächsten steht das Jubiläum vor der Tür – ist sie hier die „gute Seele“. Eigentlich als Sekretärin des jeweiligen Chefs, aber in inzwischen sieben Jahren ist ihr auch ein weiterer Arbeitsbereich ans Herz gewachsen: der sogenannte Sozialdienst im Haus. Hier kümmert sie sich um all das, was für viele Patienten nach dem Klinikaufenthalt höchste Priorität hat. Sei es die Anmeldung für eine Reha-Maßnahme, die Beantragung einer Pflegestufe oder die Vermittlung eines passenden Heimplatzes – Traute Mierendorf muss oft an mehreren Orten gleichzeitg sein, denn Zeit spielt hier immer eine Hauptrolle.

Keine Zeit zu verlieren

„In kürzester Zeit müssen die wichtigsten Dinge erledigt werden, damit der Patient in sein Leben zurückkehren kann“, beschreibt sie die Dringlichkeit. „In Absprache mit den Angehörigen versuche ich von hier aus alle nötigen Vorkehrungen zu treffen.“ Wer ist zuständig, die Kranken- oder die Rentenversicherung? Welche Reha-Einrichtung ist auch für die Angehörigen jederzeit erreichbar? Und wenn eine Pflegestufe beantragt werden muss, weil das Leben zu Hause aus Krankheitsgründen nicht mehr allein möglich ist, dann muss auch die Fürsorge im Alltag oder der Platz im Pflegeheim gesichert sein. Das betrifft nicht nur die Patienten, die nach ihrer geplanten Operation entlassen werden, zum Beispiel mit neuen Prothesen in Hüfte, Knie oder Schulter. „Schnell reagieren muss ich vor allem bei plötzlich eintretenden Pflegefällen, etwa wenn jemand zu Haus gestürzt ist und voraussichtlich nicht mehr selbst für sich sorgen kann“, berichtet Traute Mierendorf. Kommen die Angehörigen dann zum Krankenbesuch, flitzt sie immer wieder „zwischendurch“ auf die Station, um Ihnen bei den wichtigsten Entscheidungen zu helfen. Die kleine, familiäre Klinik mit 77 Betten macht zwar die Wege zwischen Büro und Patienten kürzer, einfacher wird die Arbeit dadurch aber nicht.

Vorsorge – ein guter Rat

Einem Außenstehenden ist es fast unmöglich, alle Inhalte zu erfassen. Zumal sich die Gesetzeslage alle Jahre ändert. Traute Mierendorf ist in das Thema quasi reingewachsen, sagt sie, und kennt sich heute so gut aus wie kein anderer vor Ort. Deshalb liegt ihr ein Rat besonders am Herzen, der ältere genauso wie jüngeren Menschen betrifft: „Jeder sollte nach Möglichkeit eine Vorsorgevollmacht erstellt haben, bevor etwas passiert und man nicht mehr selbst entscheiden kann“, empfiehlt sie. Das Formular ist heute längst nicht mehr kompliziert. Nur eine A-4-Seite braucht es, um offiziell zu erklären, wer im Fall der Fälle als Vormund über den eigenen Verbleib und den Umgang mit allen privaten Dingen entscheiden soll. „Ohne die Vollmacht und womöglich noch ohne Angehörige ist es nicht immer leicht, den Willen des Pflegepatienten nachzuvollziehen. Die Vollmacht erleichtert das um ein Vielfaches.“

Und es sind auch die kleinen Erfahrungen aus fast 40 Jahren Klinikalltag, die Traute Mierendorf weitergeben kann: „Um Kreislaufproblemen vorzubeugen, hilft es schon, regelmäßig an das Trinken zu denken.“ Ältere und alte Menschen würden das im Alltag oft vergessen, hat sie beobachtet. Viele gravierende Stürze ließen sich schon mit dieser zusätzlichen kleinen Aufmerksamkeit vermeiden. Vor Krankheit bis ans Lebensende bewahrt das selbstverständlich auch nicht. Aber vielleicht kann es wenigstens einen Teil dazu beitragen, dass die Vorsorgevollmacht so lange wie möglich im Schreibtisch liegen bleiben darf.

Kurzinfos

MediClin Krankenhaus am Crivitzer See
Amtsstr. 1
19089 Crivitz
Telefon:    (03863) 520-0
Telefax:    (03863) 520-158
www.krankenhaus-am-crivitzer-see.de