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Sehr sanfte Hüftgelenk-OP

Im MediClin Krankenhaus am Crivitzer See bereits mehr als 150 Kurzschaftprothesen eingesetzt
Dr. Frank Rimkus, Chefarzt am MediClin Krankenhaus am Crivitzer See zeigt eine Kurzschaftprothese. Foto Jenny Thoma
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Mit deutschlandweit fast 390.000 künstlichen Knie- und Hüftgelenken, auch Endoprothesen genannt, gehören Gelenkersatzoperationen zu den häufigsten, aber auch den erfolgreichsten operativen Eingriffen in der Orthopädie.
Im Opens external link in new windowMediClin Krankenhaus am Crivitzer See werden jährlich zirka 300 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Seit 2013 setzen die Ärzte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bei meist jüngeren Patienten mit zunehmendem Erfolg Kurzschaftprothesen als künstliche Hüftgelenke ein.
Dabei wird im Rahmen der Operation im Gegensatz zu einer Standardprothese deutlich weniger Knochengewebe entfernt. Zudem schont die Kurzschaftprothese die hüftübergreifende Muskulatur und die Weichteile. Diese sind wiederum sehr wichtig für die Funktion des Hüftgelenkes nach der Operation, denn Ziel ist es, dass der Patient oder die Patientin mit der Endoprothese möglichst schnell wieder relativ flüssig und vor allem schmerzfrei gehen kann.

Die Operateure im Crivitzer Krankenhaus blicken inzwischen auf über 150 Implantationen dieser sogenannten Kurzschaftprothesen zurück. Dr. Frank Rimkus, Chef­arzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, sagt: „Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass dieser Prothesentyp für die Patienten einige Vorteile aufweist. Voraussetzung für dieses Implantat ist, dass die Patienten eine gute Knochenqualität aufweisen, was jedoch bei den meist etwas jüngeren Patienten häufig der Fall ist.“ Die Kurzschaftprothesen mit der entsprechenden Operationsmethode versprechen in der Regel eine schnellere Rehabilitation. Meist werden sogar eine  Vollbelastung und ein flüssiges Gangbild während des stationären Aufenthaltes  erreicht.

Der Anteil der jüngeren Patienten unter 60 Jahren hat in den letzten Jahren leicht zugenommen. Bei ihnen ist diese Vorgehensweise besonders wichtig, da aufgrund des Alters unter Umständen nach 15 bis 20 Jahren eine Wechseloperation notwendig werden kann.
„Nach dieser Zeitspanne kann es dazu kommen, dass durch den Abrieb der Gleitflächen der Prothese eine Lockerung des Gelenkes eintritt und dieses gewechselt werden muss. Insofern ist es besonders wichtig, bei der ersten Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes dem Patienten so wenig Knochengewebe wie möglich zu entfernen“, erklärt der Chefarzt. Sollte es später einmal zu einer solchen Wechseloperation kommen, kann dann in den meisten Fällen eine Standardprothese eingesetzt werden.
Zuverlässige Daten zur Haltbarkeit von künstlichen Gelenken sollen Endoprothesenregister liefern. In Deutschland ist ein solches Register, in dem möglichst alle Erst­einbauten von Endoprothesen und auch alle späteren Operationen erfasst werden sollen, seit 2011 im Aufbau und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) ins Leben gerufen. Derzeit nehmen deutschlandweit 570 Kliniken am dessen Aufbau teil. Auch die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Crivitzer Krankenhauses ist seit diesem Jahr mit dabei.

Das Ziel ist es, die Transparenz und die Patientensicherheit hinsichtlich der Implantation künstlicher Gelenke zu erhöhen. Um zudem ständig auch die eigene Qualität zu überprüfen, hat sich die Fachklinik der Crivitzer MediClin-Einrichtung in diesem Jahr einer Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum unterzogen. Diese wurde im April dieses Jahres abgeschlossen.
Die Anforderungen der DGOOC im sogenannten EndoCert-Zertifizierungsverfahren an das Crivitzer Krankenhaus umfassten neben dem wesentlichen Aspekt der Ergebnisqualität auch die Struktur- und Prozessqualität.

Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses bemühen sich Dr. Frank Rimkus und sein Ärzteteam um Informationsveranstaltungen für Patienten, um die angebotenen Operationsmethoden darzustellen. Interessierte können am 24. Juni um 17 Uhr im Rehazentrum Schwerin an einem Vortrag zum Thema Arthrose teilnehmen. Hier wird Rimkus im Rahmen eines Patientenforums zum Thema „Operation mit Gelenkersatz“ referieren und im Anschluss auch Fragen beantworten. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.