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kein Telefon im Dienst

In Kliniken sind Handys wegen Infektionsgefahr nicht gern gesehen
Foto: ccvision
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Handys gehören zu den wichtigsten Kommunikationsmitteln.
Auch in Krankenhäusern. Besuchern ist das Telefonieren häufig verboten – für Besucher, nicht aber den Ärzten und dem Pflegepersonal. So werden Bereitschaftsdienste alarmiert, Ergebnisse aus Labors abgerufen und administrative Aufgaben vom Klinikpersonal gemanagt.
Handys, PDA‘s und sogenannte Pager, die im Krankenhaus oft zur internen Kommunikation genutzt werden, sind jedoch sehr stark mit Krankheitserregern behaftet, das wurde schon 2012 als Ergebnis einer Hygiene-Studie öffentlich gemacht.Der Studie zufolge nutzen 97,5 Prozent der Klinikmitarbeiter ihr Handy während der Dienstzeit. Nahezu alle Handys sind zum Teil erheblich mit krankheitserregenden Keimen kontaminiert. So befänden sich Krankheitserreger wie u.a. koagulase-negative Staphylokokken, Micrococcus spp., Streptocokken verschiedener Stämme und Corybakterien auf den Handys und Pagern.
Untersucht wurden 105 Mobiltelefone. Fast 100 Prozent der Handys und 81,5 Prozent der Pager so wie 80 Prozent der vom Personal eingesetzten PDA‘s in den OP-Bereichen waren bakteriell belastet. Bakterien befanden sich auch auf Utensilien, wie Stifte, Computertastaturen und Schreibgeräte. Eine Untersuchung ergab, dass 25 Prozent der verwendeten Schreibgeräte mit dem gefährlichen Krankenhauskeim MRSA und 17 Prozent mit VRE belastet waren. Damit das Infektionsrisiko weitestgehend reduziert werden kann, empfehlen Hygieneexperten die konsequente Einhaltung der Händehygiene und eine  regelmäßige Schulung aller Klinikmitarbeiter. (lifepr)