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Hilfe gegen Rückenschmerzen

Steckt eine Entzündung hinter den oft langwierigen Problemen?
Nicht immer werden die Beschwerden durch Überbelastung oder Fehlhaltungen hervorgerufen. Foto: Initiative „Der Krankheit aufrecht begegnen“/spp-o
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Mit Rückenschmerzen plagt sich fast jeder Deutsche hin und wieder herum. Meist entstehen sie durch Bewegungsmangel, eine falsche Haltung oder Überbelastung. Doch manchmal steckt eine chronisch-entzündliche Ursache wie eine axiale Spondyloarthritis (axiale SpA) dahinter.
Rund 200.000 Deutsche sind von entzündlich bedingten Rückenschmerzen betroffen. Zu der axialen SpA zählen verschiedene Krankheitsbilder, zum Beispiel Morbus Bechterew.

Die Symp­tome treten meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf. Typisch sind tief sitzende Rückenschmerzen, die bei Bewegung nachlassen und sich in Ruhephasen verstärken. Die Ursache für eine axiale SpA ist eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems, das körpereigenes Knorpel- und Knochengewebe angreift. Im Schnitt vergehen fünf bis zehn Jahre zwischen den ersten Symp­tomen und der Diagnose.

Bei Kathleen dauerte es sogar noch länger. „Im Alter von etwa acht Jahren hatte ich eine Entzündung der Ferse, was damals als Wachstumsstörung eingeordnet wurde. Heute weiß ich, dass das die ersten Anzeichen von Morbus Bechterew waren“, sagt die Promotionsstudentin aus Leipzig. In der Pubertät hatte die 29-Jährige vor­übergehend Rückenschmerzen. 2010 wurden sie von Tag zu Tag schlimmer: „Nachts konnte ich nicht mehr durchschlafen, morgens kam ich kaum aus dem Bett.“ Dass es sich um eine entzündliche Erkrankung handeln könnte, ahnte sie nicht – ebenso wenig wie die Orthopäden, die sie aufsuchte. „Außer einer Blockade, die durch meine Schonhaltung entstanden ist, konnten sie nichts feststellen.“

Erst als ein Arzt eine Kernspinuntersuchung und einen Gen-Test veranlasste, kam man der axialen SpA auf die Spur. Endlich konnten die Rückenprobleme gezielt behandelt werden – mit Schmerzmitteln und einem TNF-alpha-Blocker, der Entzündungen hemmt. Heute hat Kathleen ihre Krankheit gut im Griff. Die medikamentöse Behandlung ergänzt sie durch Physiotherapie und viel Bewegung. Im Rahmen der Initiative „Der Krankheit aufrecht begegnen“ setzt sie sich dafür ein, die Öffentlichkeit über ihre Erkrankung zu informieren.
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