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17.09.2014

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Hilfe gegen Lymphödeme

Kompressionsstrümpfe in aufregenden Mustern und Farben bringen einiges wieder in Fluss
Schwester Susanne zeigt die Vielfalt der Kompressionsstrümpfe. Foto: Bölck
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Lymphödeme entwickeln sich schleichend. Aber wenn sie erst einmal ein gewisses Stadium erreicht haben, sind sie nicht zu übersehen.

Letztlich handelt es sich dabei um eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe. Schwester Susanne vom Sanitätshaus Kowsky hat schon viele Kunden beraten, die unter dieser Krankheit leiden. „Es gibt verschiedene Schweregrade“, sagt sie. „Die Größe eines Lymphödems hängt von der eingelagerten Menge der Lymph­flüssigkeit im Gewebe ab.“ Alles beginnt meist mit einer kleinen Delle, die sich nicht gleich wieder zurückbildet, wenn man auf sie drückt. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Schwellung dann mitunter so stark, dass die Extremitäten völlig entstellt aussehen. „Je früher man also etwas dagegen tut, desto besser“, weiß Schwester Susanne und hat dabei die Strumpfversorgung im Blick. „Kompressionsstrümpfe gibt es beispielsweise für Hände, Beine, Füße, Oberkörper. Und keine Angst. Es gibt sie nicht nur in langweiligem Braun. Die Firma Juzo hat auch andere Farbtöne im Angebot, von Pink bis Grün und Blau. Und für Menschen mit Hautproblemen sind auch welche mit Silberfaden im Sortiment.“ Dabei handelt es sich aber nicht um gewöhnliche Kompressionsstrümpfe.

Wer beim Arzt abgeklärt hat, ob es sich um eine Venenfunktionsstörung oder ein Lymphödem handelt und ein Rezept erhalten hat, kann mit der Flachstrickversorgung los legen. „Das Material ist dicker als bei normalen Kompressionsstrümpfen“, sagt Schwes­ter Susanne. „Und die Strümpfe wirken mehr in die Tiefe.“ Um das geeignete Modell zu finden, muss die junge Frau ihre Patienten vermessen und die Hilfsmittel anpassen. Außerdem kümmert sie sich um den Kostenvoranschlag und den Abrechnungskram mit der Krankenkasse.

Da kommt an manchen Tagen ganz schön viel Arbeit zusammen. Aus diesem Grund ist Schwester Susanne froh, dass ihr noch zwei andere Kolleginnen unter die Arme greifen: „Es gibt bei uns im Sanitätshaus Kowsky insgesamt drei Mitarbeiter, die bei der Bundesfachschule für Orthopädietechnik ihr Zertifikat zum Lymphexperten gemacht haben. Wir sind also in dieser Sache ziemlich kompetent.“