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Familienwohl ist Kindeswohl

Angebote der Caritas helfen Eltern und Kindern, Familienalltag und Schule in den Griff zu bekommen
Bernade Hartrampf-Yovogan und Thomas Gerdes stehen mit den Hilfeleistungen der Caritas Familien und Kindern zur Seite. Foto: Hultzsch
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Jede Mutter und jeder Vater wünschen sich für ihre Kinder die optimale Förderung. Das fängt mit dem Tag der Geburt an und wird erst weniger, wenn sich der Nachwuchs aus dem Zuhause der Eltern in ein eigenes Leben verabschiedet. Die meisten Jahre dazwischen verbringen Kinder und Jugendliche in der Schule. Geraten sie dort ins Hintertreffen, lassen sich entstandene Nachteile im späteren Leben nur schwer ausgleichen. Um dem besonderen Bedarf von Kindern mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung gerecht zu werden, gibt es das Prinzip der Inklusion. In Kürze bedeutet es dass Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gemeinsam lernen und ihnen dabei die nötige Unterstützung zugute kommt. Um Hilfestellung zu leisten und die Behinderung im Schulalltag zu kompensieren, gibt es unterschiedliche Familien- und Erziehungshilfen, zu denen die Caritas ausführlich berät. Eine dieser Hilfen ist die Integrations- und Schulbegleitung. Sie ist auch für Kinder vorgesehen, die Defizite im Lernen, in der Sprache oder in ihrer emotionalen Entwicklung aufweisen. „Nach einer UN-Konvention 2006 gilt das Recht auf Inklusion für Kinder, bei denen vom diagnostischen Dienst des Schulamtes ein besonderer Förderbedarf festgestellt wurde“, weiß Bernade Hartrampf-Yovogan, die bei der Caritas die Integrations- und Schulbegleitung leitet. „Sobald Eltern merken, sie sind mit der Situation ihres beeinträchtigten Kindes in der Schule überfordert, können sie eine Begleitung beantragen.“ Noch sind die Integrations- und Schulb egleiter selten zu sehen, die Mitarbeiter der Caritas sind jedoch optimistisch, dass sich dieser Standard zum Wohle der Kinder bald im Schulleben etabliert. „Es ist noch nicht lange her, da waren Schulsozialarbeiter Exoten an den Schulen“, nennt Hartrampf-
Yovogan ein Beispiel für gutes Gelingen, „heute sind sie selbstverständliche Vertrauenspersonen.“
Der Einsatzbereich der Begleiter reicht von der Hilfe im Unterricht über das einfache Da-Sein oder der Hilfe beim Essen und Trinken bis zur Unterstützung, mit
Gleichaltrigen ins Gespräch zu kommen. Etliche positive Erfahrungen zeigen die enorme Bedeutung, die eine integrative Begleitung für ein Kinderleben hat. „Wir konnten gerade in kürzester Zeit einem autistischen Kind helfen, sich in den Klassenverband zu integrieren“, berichtet sie. Für weitere solcher Erfolgsgeschichten sucht die Caritas weitere pädagogische und nicht-pädagogische Mitarbeiter, die zu wichtigen Stützen im Alltag von förderbedürftigen Schulkindern werden können. „Unser Hilfeangebot besteht für Schwerin und die umliegenden Landkreise“, sagt Bernade Hartrampf-Yovogan. „Wir beraten schon vor einer Antragstellung und führen nach ausführlichen Gesprächen den festgelegten, individuellen Hilfeplan aus.“
Ein Baustein für das Wohl von Familien und Kindern ist auch die Unterstützung von Sozialpä-
dagoge Thomas Gerdes und seinem Team. Sie bieten Familien in belasteten Situationen mit dem freiwilligen „HaushaltsOrganisations Training“ (kurz HOT) eine Analyse und Anleitung, tägliche Abläufe sinnvoll zu organisieren. Dafür wird die Familie zunächst in Intensiv-Phasen besucht, die Caritas-Mitarbeiter verbringen Zeit im Haushalt, um danach die Probleme in Angriff zu nehmen. „Ein typisches Beispiel ist die alleinerziehende Mutter mit mehreren Kindern“, beschreibt Gerdes. „Wir helfen, indem wir gucken: Wie ordnen
wir das Durcheinander, damit
es allen in der Familie gut geht?“ Nicht bevormunden, sondern gemeinsam den Alltag trainieren – Thomas Gerdes und seine Kollegen sind sicher, dass der Bedarf an solchen praktischen Hilfeleistungen groß ist. Als „aktiven Kinderschutz“ bezeichnen sie ihre Arbeit gern und sprechen damit vielen Eltern aus der Seele, die stets nur das Beste für ihre Kinder wollen, aber manchmal einfach nicht die Kraft haben, das Beste allein zu schaffen.
Caritas Mecklenburg e.V.
Kreisverband Westmecklenburg
Telefon: (0385) 59169-21
E-Mail: b.hartrampf-yovogan@
caritas-mecklenburg.de