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Die neue Mobilität bringt gute Laune

Moderne Trikes machen nicht nur Menschen mit Handicap glücklich
Spaßmaschine, Reha-Fahrzeug und Verwandlungskünstler sind die Liegeräder, die bei Dirk Hammer (M.) wie geschmiert laufen. Foto: Anja Bölck
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Echte Tausendsassa für Kinder und Menschen mit und ohne Behinderung sind die Liegeräder der Firma HASE. Dirk Hammer,  der die Trikes in ganz Deutschland vertreibt, kann ein Lied davon singen: „Vor allem Kindern und Erwachsenen mit Handicap oder in der Reha bescheren die modernen Liegeräder mit Elektroantrieb eine Mobilität, die Laune macht.“

Hammer ist heute im Opens external link in new windowSanitätshaus Kowsky zu Besuch, um zwei Kinder-Trikes vorzustellen. Alle sind begeistert von der Verwandlungsfähigkeit der Fahrzeuge. „Die Kinder können damit selber fahren“, sagt der Liegeradspezialist. „Die Trikes lassen sich aber auch, wenn die Lütten nicht mehr treten mögen, spielend zum Kinderanhänger fürs Fahrrad umbauen. Sie sind geeignet als Baby-Jogger und auch als Transportanhänger für die Kiste Wasser.“

Die Kowsky-Mitarbeiter bewunderten auch die starke Optik und die peppigen Speichenabdeckungen. „Das Gute ist, dass es bei Kindern unter 18 Jahren bisher kein Problem gibt, das gute Stück über die Kasse zu beziehen. „Lediglich ein Eigenanteil von 250 Euro fällt an“, betont Hammer
Erwachsene müssen da schon tiefer in die Tasche greifen. Aber es lohnt sich. „Eine Kundin von mir wohnt auf dem Land, ist kleinwüchsig und hatte einen Schlaganfall“, sagt der Experte der Firma HASE. „Ihr Mann ist Bauer und fährt täglich mit dem Fahrrad aufs Feld. Mit ihrem Trike kann die Frau ihren Mann nun begleiten. Seitdem sprüht sie vor Lebensfreude. Sie kann ohne Begleitperson selber aufsteigen und losfahren, ist so mobil und kommt öfter mal raus.“

Für Dirk Hammer ist es immer wieder eine wahre Freude, andere mit Liegerädern glücklich zu machen. Früher hat er einmal in der Automobilbranche gearbeitet, sattelte dann aber nach einer Krankheit um. Zwar habe er früher mehr Geld verdient, sagt er, doch die Arbeit habe lange nicht so viel Spaß gemacht wie jetzt mit seiner eigenen Firma radweg.com. Überall, wo er hinkommt, begegnen ihm neugierige Gesichter. Alle wollen sich mal raufsetzen auf die Trikes und sie ausprobieren. Es dauert nicht lange, und die Leute fangen an zu strahlen. Dirk Hammer nennt es „das gewisse Liegerad-Grinsen“. Dass Mobilität solche Laune machen kann, erkennen auch Menschen, die bisher keine Lust hatten, sich auf ein gängiges Reha-Dreirad zu setzen. Viele finden, dass sie auf so einem Fahrrad behindert aussehen. Bei den Trikes ist das nicht so. Die sind cool und obendrein kippsicher. Niemand muss beim Anhalten an der Am-pel absteigen.

Anpassen lassen sich die Trikes an jedes Handicap. Zwanzig Prozent von Dirk Hammers Kunden haben so eine Beeinträchtigung. Die anderen 80 Prozent sind ebenfalls den schnittigen Liegerädern verfallen. „Ich hab sogar einen Rennradfahrer als Kunden aus Banzkow“, sagt er. „Der hat sich ein Trike angeschafft und ist damit zum Nordkap geradelt.“ Übrigens gibt es die Liegeräder nicht von der Stange. Sie werden erst gebaut, wenn der Kunde bestellt hat.

Entwickelt hat diese E-Power-Trikes Marec Hase von der gleichnamigen Firma aus Waldtrupp. Er bastelte in der elterlichen Garage die ersten Räder und baute ein Modell für einen sehbehinderten Freund. 1989 gewann er damit den Wettbewerb bei „Jugend forscht“.
„Ich bin mir sicher“, sagt Hammer, „dass wir als gesunde Menschen gar nicht nachvollziehen können, wie froh Menschen mit Handicap sind, wenn sie auf den Trikes ihre Beweglichkeit zurückerobern.“
Wer sich für so ein Liegerad interessiert, nimmt am besten Kontakt zum Sanitätshaus Kowsky auf. Fachmann Dirk Hammer bringt die Wünsche dann zum Laufen.