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dem Arzt einen schritt voraus

Annaliese Anders und ihr Team sorgen in Crivitz für den reibungslosen Ablauf jeder Operation
Eine Patientin wird in den OP-Trakt geschoben. Die Patienten-Schleuse gewährleistet die strikte Trennung von normalem Krankenhausbetrieb und Operationsbereich. Fotos: Hultzsch
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Bevor für die leitende OP-Schwester Annaliese Anders ein ganz normaler Tag beginnt, hat sie sich an ihrem Arbeitsplatz schon zwei Mal umgezogen: Die Alltagskleidung hat sie früh um 7 Uhr gegen Krankenhauskleidung getauscht und diese anschließend wiederum gegen die OP-Kleidung. Diesen zweiten Schritt müssen die OP-Schwester und ihre Kolleginnen und Kollegen mit besonderer Sorgfalt durchführen, denn das Umziehen auf dem Weg in den OP-Trakt ist mit einer gründlichen Hände-Desinfektion verbunden. In dem sensiblen Bereich in und um die beiden Operationssäle des  Krankenhauses Crivitz steht die Hygiene zum Schutz der Patienten vor Infektionen mit an erster Stelle. Die entsprechenden Maßnahmen sind auch im OP in einer für alle Mitarbeiter verbindlichen Hygiene-
ordnung geregelt.
Mit dieser Routine fängt der Tag  an – auf das, was danach kommt, muss Annaliese Anders jedoch immer wieder neu reagieren. „Heute haben wir zum Beispiel zwei Hüft-Operationen“, erzählt sie. Einer der Säle ist für die Orthopädie vorgesehen, im anderen finden Eingriffe der Gynäkologie und der Bauchchirurgie statt. „Für jede OP werden vorab vom sogenannten Springer alle benötigten Materialien zusammengestellt und der instrumentierenden OP-Schwester, die sich steril gekleidet im Saal befindet, angereicht.“ Nicht nur das theoretische Wissen ist im OP wichtig, in kaum einem anderen Bereich im Krankenhaus ist die Berufserfahrung von so großer Bedeutung: Die beteiligten Schwestern müssen dem operierenden Arzt stets gedanklich einen Schritt voraus sein. „Wir arbeiten ja nach einem bestimmten OP-Plan“, sagt sie, „und während des Eingriffs ist nur wenig Zeit zum Nachdenken über die nächsten anstehenden OP-Schritte.“
Eine überaus wichtige Aufgabe obliegt der Schwester nach Beendigung jeder Operation: Äußerst akribisch werden alle eingesetzten Instrumente und Materialien auf ihren korrekten Bestand überprüft. Das geschieht zur Sicherheit der Patienten anhand einer Checkliste. Benutzte Instrumente werden über Nacht in einer Sterilgutabteilung in Plau aufbereitet und sterilisiert und stehen am kommenden Tag wieder zur Verfügung. Eine wesentliche Aufgabe von Schwester Annaliese ist es außerdem, dafür zu sorgen, dass verbrauchte Materialien nachbestellt werden. Das Fehlen von einem  auf den ersten Blick weniger wichtigen Instrument oder Material kann den Ablauf im OP stark beeinträchtigen.
Auf das Zusammenspiel mit Operateuren und Anästhesisten können Schwester Annaliese und ihr Team sich hundertprozentig verlassen. „Alle ziehen an einem Strang“, lobt sie. Als während des Gesprächs plötzlich der Anruf aus dem Kreißsaal kommt, weil dort für eine Gebährende schnell eine Peridural-
anästhesie benötigt wird, ist sogleich eine Kollegin unterwegs, diesen Eingriff zu unterstützen. Auch bei der Gestaltung der Dienstpläne stimmt sich das OP-Kollegium selbstverständlich ab – und hat es dabei ein kleines bisschen schwerer als die Kollegen auf den Stationen. „Wir können uns in den wenigsten Fällen an unser Dienstende halten – eine OP muss schließlich immer zu Ende geführt werden“, beschreibt die leitende OP-Schwester. Von diesem Umstand lassen sich Schwester Annaliese und ihr Team die Freude an ihren Beruf, gerade wegen der hohen Verantwortung und Flexibilität, nicht nehmen. „Als ich in den 1970er-Jahren als OP-Schwester anfing, war die Ausstattung im OP im Vergleich zu heute sehr spartanisch. Die modernen Geräte und die Verwendung von Einmal-Materialien erleichtert uns heute die Arbeit ungemein.“ In 40 Jahren hat sie etliche Patienten in den Operationssaal begleitet. Die schönste Anerkennung, sagt Annaliese Anders, sei die positive Rückmeldung, dass es jemandem  hinterher wieder richtig gut geht.

MediClin Krankenhaus am Crivitzer See
Amtsstr. 1
19089 Crivitz
Telefon:    (03863) 520-0
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