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Glückserleben bei der Arbeit

Menschen, die sich gut fühlen und zufrieden sind, werden meist erfolgreicher
Glücklich sein hilft in jedem Job.
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Wohlbefinden und beruflicher Erfolg hängen wesentlich davon ab, ob und wie die persönlichen Stärken eingesetzt werden können. So lautet ein Ergebnis aus der Positiven Psychologie. Den wichtigsten Faktoren für Glückserleben in Job und Freizeit ist die promovierte Psychologin Melanie Hausler auf den Grund gegangen.

Nicht die sechs Richtigen im Lotto oder ein unverhofftes Erbe machen langfristig glücklich. Echtes und nachhaltiges Glücksempfinden wird durch den sinnvollen Einsatz der individuellen Stärken, Fähigkeiten und das Tun selbst ausgelöst. „Wir wollen sehen, dass unser Handeln etwas in der Welt bewirkt und verändert“, schreibt Melanie Hausler in ihrem Buch „Glückliche Kängurus springen höher.“  Dabei hat die Frage nach dem Sinn des eigenen Lebens eine herausragende Bedeutung: „Wir möchten gestalten, was uns begegnet, wollen Herausforderungen bewältigen und daran wachsen.“

Macht beruflicher Erfolg glücklich? „Studien bestätigen den umgekehrten Effekt: Menschen, die sich gut fühlen und zufrieden sind, werden mit erhöhter Wahrscheinlichkeit erfolgreicher“, erläutert Hausler. „Glückliche Menschen können nachweislich besser und überzeugender führen, verhandeln geschickter, sind flexibler, kreativer und produktiver.“ Der Erfolg verstärke das Wohlbefinden.

Für das Glücklichsein ist es daher wichtiger, die eigenen zentralen Stärken herauszufinden, als den Fokus auf vermeintliche Schwächen zu legen. Mit speziellen Stärkefragebögen erfährt man mehr über das persönliche Potenzial. Es hilft aber auch schon, sich bestimmte Fragen zu beantworten, zum Beispiel: Worauf bin ich stolz? Welche Tätigkeiten begeistern mich und bereiten mir Freude?

Die Positive Psychologie untersucht auf Grundlage empirischer Forschung, wie Menschen Erfüllung und Sinn in ihrem Leben finden. Dabei ist Glück etwas sehr Subjektives. Wofür bin ich dankbar? Schon darüber nachzudenken ist ein einfaches, aber wirksames Glücksrezept. Positive Eindrücke lassen auch emotionale Durststrecken leichter ertragen, wenn sie in einem Dankbarkeitstagebuch oder auch in einem positiven Tagesrückblick festgehalten werden.

Wer in seinem Terminkalender auch den kleinen Glücksmomenten einen festen Platz reserviert, kann diese Momente regelmäßig erleben. Dies kann eine Mittagspause mit netten Kollegen sein oder ein Spaziergang in der Natur.