Land

Naturschützer in Uniform

Welt-Ranger-Tag lenkt Fokus auf wichtige Arbeit in den Schutzgebieten
Ranger Burkhard Fellner vom Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe berichtet Till Backhaus über die laufenden Monitoring-Programme.
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125 Ranger sind in Mecklenburg-Vorpommern bei den drei Nationalparks, den drei Biosphärenreservaten und den sieben Naturparks angestellt. Zum Welt-Ranger-Tag hat Umweltminister Till Backhaus die Arbeit der Naturschützer in Uniform gewürdigt. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz unseres Landes“, sagte er bei einem Treffen mit Mitarbeitern aus den staatlichen Großschutzgebieten Mecklenburg-Vorpommerns. Anlass war das 30-jährige Bestehen der Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern. Der Minister hob den Beitrag der Ranger vor allem in der Umweltbidung und im nachhaltigen Tourismus hervor: „Bei uns sind Sie wichtige Ansprechpartner vor Ort, wenn es darum geht, Mitmenschen für das Thema Umwelt- und Naturschutz zu begeistern.“

Diese Einschätzung konnten die Mitarbeiter der Nationalen Naturlandschaften bestätigen – und sie gaben auch gleich einen Einblick in ihre Tätigkeit. An sieben Stationen rund um die Freiluftausstellung EinFlussReich und die Glas­arche stellten sie ihr Arbeitsfeld vor. Das reicht von der Besucherbetreuung und Bildungsarbeit über die Beratung von Partnern des Vertragsnaturschutzes und die Pflege der Natur sowie der Besuchereinrichtungen bis hin zur Datenerfassung für Monitoringprogramme. Aber auch die ursprüngliche Aufgabe der Kontrolle der Einhaltung der Schutzbestimmungen gehört weiterhin zum Arbeitsfeld.

In allen Nationalen Naturlandschaften des Landes sind zudem Nachwuchs-Ranger unterwegs, um die Naturbesonderheiten vor ihrer Haustür kennenzulernen. Die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren nennen sich Junior-Ranger. Das Bundestreffen sollte Mitte Juni in Boizenburg stattfinden. Nun wird das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V erst im nächs­ten Jahr Gastgeber von Junior-Rangern aus ganz Deutschland sein.
Als Ranger wurden ursprünglich die Nationalparkwächter in den USA bezeichnet. Heute erfasst der Begriff weltweit die Naturwächter und Wildhüter in Schutzgebieten. Um auf ihre wichtige Arbeit aufmerksam zu machen, hat die International Ranger Federation (IRF) den 31. Juli zum Welt-Ranger-Tag erklärt, der jährlich begangen wird. Vertreter Deutschlands bei der IRF ist der 1995 gegründete Bundesverband Naturwacht.