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Leo sagt ...

WIE WÄRE ES MIT NUMMERN?
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„Alles fließt” oder, wie der griechische Philosoph Heraklit sagte, „panta rhei”. Niemand bleibt der, der er einmal war.
Straßennamen sind auch so eine Sache für sich. Die sind nämlich fast immer die ersten, die sich nach dem jeweiligen politischen Wind richten müssen, denn eine Straße kann sich ja nicht wehren.
Und so werden sie benannt und umbenannt und umbenannt.
Ich überlege, wie es sich anfühlen würde, wenn mein Hausherr, der Museumsdirektor, mich alle Jahre anders rufen würde. Anstatt Leo könnte er auch einfach bestimmen, mich ab sofort Kevin oder Timothy zu nennen. Je nach Mode und Großwetterlage. Das ist doof!
Ich bin Leo und damit basta!
Na ja, wenn es denn unbedingt sein muss und eine Straße oder der Weg oder die Gasse partout einen anderen Namen tragen soll, dann bin ich dafür, sie zum Beispiel Gänseblümchenstraße, Lilienweg oder Sonnengasse zu nennen.
Doch was ist, wenn es eines Tages durch die Einwirkung von massiver Umweltverschmutzung keine Gänseblümchen oder Lilien mehr gibt oder, noch schlimmer, die Sonne böse wird und uns durch das Ozonloch immer schädlichere Strahlen schickt?
Meine Idee: Lasst uns die Straßen ganz einfach durchnummerieren! Das wäre wohl die sicherste Variante. Und außer, dass die Kinder, die in Straßen mit niedrigen Nummern wohnen, von denen gehänselt werden, die in der Rangfolge etwas höher stehen, kann ja nichts passieren.

Euer Kevin, äh, Timothy, ach Quatsch, Leo. Ich bin schon ganz durcheinander!