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Leo sagt...

Warum Niklot?
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Zuerst kommt heute Werbung: Falls Ihr die 850-Jahrfeier mit einer kleinen Spende unterstützen wollt und gleichzeitig ein nettes Souvenir sucht, dann möchte ich Euch den neuen Löwen-Anstecker ans Herz legen. Der kleine Löwe, den der Grafiker Roland Regge-Schulz für seine Heimatstadt entworfen hat, ist demnächst überall in Schwerin für einen Euro erhältlich. Wie er heißt? Natürlich Heinrich, nach dem Gründer der Stadt.

Ich finde den Typen zwar ein wenig abstrakt, aber wer‘s mag ... Ist ja irgendwie doch ein Bruder.

So, genug für andere gebrüllt! Ich habe mich mal näher mit der Schweriner Stadtgeschichte befasst und bin doch ein wenig entsetzt.

Warum um Gottes Willen haben die Erbauer des Schlosses ausgerechnet den ollen Niklot in Überlebensgröße über das Eingangsportal gesetzt? Das ist doch eigentlich - wie heißt es heute so schön neudeutsch - ein Loser gewesen. Hat sich von Heinrich dem Löwen (das ist heute in dieser Spalte bereits der dritte Löwe) aus dieser Gegend verscheuchen lassen und bekommt noch ein Denkmal!

Da kann ich wirklich nicht ganz folgen. Das Schloss in seiner heutigen Form steht ja erst seit 1857. Haben die damaligen Baumeister aus den hunderten Jahren seit der Stadtgründung keinen wahren Helden gefunden? Oder ging es nach dem Aussehen? Und wenn, warum wurde ich dann nicht gefragt, ob ich vor dem Schloss thronen wolle? Manchmal verstehe ich die Schweriner nicht!

 Euer Museums-Löwe