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Die Sportangebote bekannter machen

Interview mit Dirk Pollakowski in der Reihe "Köpfe aus Schwerin"
Dirk Pollakowski, 47 Jahre alt, Geschäftsführer beim Stadtsportbund Schwerin Foto: privat
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Würdest du sagen, dass Schwerin eine Sportstadt ist?

Ja, weil jeder fünfte Schweriner in einem Verein sportlich aktiv ist, Schwerin auf Grund der natürlichen Bedingungen für verschiedene Sportarten ideale Voraussetzungen bietet, die Stadt eine gute Sport­infrastruktur vorhält, die Vereine eine Vielzahl von attraktiven Veranstaltungen und Wettkämpfen organisieren. Schwerin ist  die Heimatstadt na­tional und international erfolgreicher Sportler. So konnten bei der jüngsten Sportler­ehrung rund 140 Medaillengewinner bei deutschen und internationalen Meisterschaften geehrt werden. Es gibt sicher deutliche Reserven, den Namen Sportstadt zu leben. Mit der aktuellen Arbeit der Verwaltung an der Sportentwicklungsplanung und den jüngsten Beschlüssen der Stadtvertretung sind aber die richtigen Impulse gesetzt.

Was sind derzeit die wichtigsten Themen, mit denen sich der Opens external link in new windowStadtsportbund beschäftigt?

Die Vielzahl der Vereine und deren Sportangebote bekannter zu machen und den Schwerinern näher zu bringen. Ich habe oft den Eindruck, dass viele Schweriner glauben, dass es nur 20 bis 25 Sportvereine gibt. Es gibt jedoch aktuell in Schwerin 111 Sportvereine mit insgesamt über 60 angebotenen Sportarten. Rund 50 Vereine haben Angebote für Kinder und Jugendliche. Daher bereiten wir gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Schwerin die nächste Auflage von „Benefit – Finde Deine Sportart, finde Deinen Verein“ vor.

Wie bist du eigentlich Geschäftsführer des Stadtsportbundes geworden, und was hast du vorher gemacht?

Nach dem Sportstudium habe ich direkt beim SSB angefangen zu arbeiten. Als mein Vorgänger Rüdiger Mevius 2010 in den wohlverdienten Ruhestand ging, wurde die Stelle durch den Stadtsportbund ausgeschrieben. Der Vorstand hat sich unter den Bewerbern für mich entschieden.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Da ich handwerklich nicht unbegabt bin, wollte ich in die Fußstapfen meines Vaters treten und Werkzeugmacher werden. Der Sport beim SC Traktor/Schweriner SC und die leider bis heute begrenzten Möglichkeiten des Studierens in Schwerin lenkten mich in eine andere Richtung, worüber ich rückblickend aber nicht traurig bin.

Treibst du auch aktiv Sport, und hast du noch Hobbys jenseits des Sports?

Ich „lasse“ mehr Sport treiben, als dass ich selbst aktiv bin. Seit ich 1994 „meine Spikes an den Nagel gehängt und den Speer in die Ecke gestellt“ habe, bin ich ehrenamtlich Trainer für die jüngsten Leichtathleten des SSC. Hobbys gibt es einige. Leider bleibt häufig durch den Job und verschiedene Ehrenämter nicht die Zeit, die ich mir gern dafür wünschen würde.

Was gefällt dir an Schwerin generell, und was sollte in unserer Stadt verbessert werden?

Mir gefällt die Vielfalt der Angebote in den Bereichen der Musik, der Kunst, der Kultur und natürlich des Sports. Was mir nicht gefällt, ist die teilweise Ignoranz und der Egoismus einiger Schweriner. Das ständige Genörgel, wenn es durch die Veranstaltungen hin und wieder zu verkehrstechnischen Einschränkungen kommt. Gerade diese Veranstaltungen machen Schwerin neben dem Schloss und dem Schweriner See so attraktiv! Interview: S. Krieg