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Immer gern und viel Musik gemacht

Interview mit Mark Rohde, Generalmusikdirektor beim Mecklenburgischen Staatstheater
Mark Rohde, 44 Jahre, Generalmusikdirektor am Mecklenburgischen Staatstheater
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Was macht eigentlich ein Generalmusikdirektor?

Ein Generalmusikdirektor ist zunächst der Chefdirigent eines Orchesters – in meinem Fall also der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin. Darüber hinaus hat der Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung über alle musikalischen Belange eines Theaters inne. Ich gestalte also auch die Konzertprogramme, suche Solisten und Gastdirigenten aus und bin dafür verantwortlich, die musikalischen Qualitäten des gesamten Theaters weiterzuentwickeln.

War Ihr Traumberuf als Kind auch schon „irgendwas mit Musik“, oder wollten Sie eigentlich etwas ganz anderes werden?

Nachdem meine Eltern beide Musiker waren, gab es eigentlich keinen anderen Wunsch meinerseits. Später gab es dann natürlich Phasen, in denen mein Herz sehr für andere Dinge schlug. Einige Zeit lang habe ich mich sehr für die Physik interessiert, und ich wollte auch mal Pilot werden. Schließlich habe ich aber immer so gerne und so viel Musik gemacht, dass es doch nicht anders ging.

Spielt die Musik in Ihrem Privatleben auch eine große Rolle? Oder haben Sie ganz andere Hobbys?

Musik spielt im Alltag eine sehr große Rolle für mich, und mit Jazz und Blues ist sie tatsächlich auch ein Hobby geblieben. Ansonsten verbringe ich gerne Zeit mit der Familie, ich koche sehr gerne und habe eine große Vorliebe für technische Basteleien.

Sind Sie nach Ihrer Arbeit in Mannheim froh, zurück im Norden zu sein, nahe Ihrer Heimatstadt Hamburg?

Ich freue mich sehr darüber, wieder „zu Hause“ zu sein, die Luft und das Licht hier liebe ich sehr. Meine Arbeit bringt es mit sich, dass ich schon sehr oft umgezogen bin. Darin liegt auch ein großer Reiz, man lernt andere Regio­nen und Städte kennen und entdeckt immer wieder wunderschöne Orte, Landschaften, regionale Spezialitäten und so weiter. Diese Vielfalt empfinde ich als große Bereicherung.

Waren Sie vor Ihrem Engagement am Staatstheater schon mal in Schwerin, und was mögen Sie an unserer Stadt?

Ich bin erst im Zuge des Bewerbungsverfahrens nach Schwerin gekommen, habe die Stadt, das Theater und die Staatskapelle aber sehr schnell ins Herz geschlossen. Zum einen ist mir die Mentalität hier im Norden sehr vertraut, zum anderen freue ich mich, wenn ich hier unterwegs bin, immer wieder aufs Neue über die Schönheit der Stadt, über das Schloss mitsamt Schlossgarten und die zauberhafte Umgebung. Interview: S. Krieg

Info: www.mark-rohde.de