Lebensart PR-Anzeige

Öko trifft mobil

Elektrofahrzeuge sind eine ernstzunehmende Alternative zu herkömmlichen Verkehrsmitteln
Rasantes Tempo: 12-mal so viele E-Fahrräder wie noch 2005 wurden im letzten Jahr verkauft.Foto: biketec
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Viel wird geredet zum Thema Elektromobilität, Hersteller präsentieren ambitionierte Fahrzeugkonzepte auf den Messen dieser Welt. Die Zukunft habe zwar begonnen, lautet der Tenor, fahren kann man sie in den meisten Fällen jedoch (noch) nicht. Doch wer genau hinschaut, sieht: Die ökologische Revolution hat längst den Straßenverkehr erreicht. Vielleicht nicht in der Masse der täglich über den Asphalt rollenden Pkw, wohl aber  auf den Radwegen des Landes. „Von 70 Millionen Fahrrädern insgesamt in Deutschland sind heute bereits 1 Million Elektrofahrräder“, sagt Bettina Cibulski, die Pressesprecherin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V., kurz ADFC. „Davon sind 95 Prozent die sogenannten Pedelecs, die das eigene Fahren unterstützen.“

Das klingt in der Masse wenig, wird jedoch umso eindrucksvoller, führt man sich die Verkaufszahlen vor Augen: Wurden 2005 gerade 25.000 E-Fahrräder verkauft, berichtet Cibulski, so waren es im Jahr 2011 bereits 300.000 – ein Traum für jeden Verkäufer.

Grundsätzlich werden zwei Arten von E-Bikes unterschieden: Das bereits angesprochene Pedelec, bei dem die Pedalkraft des Fahrers eleketronisch mal mehr, mal weniger unterstützt wird. Der E-Antrieb kann bei den meisten Modellen je nach Bedarf in mehreren Stufen zugeschaltet werden. Oder, als zweite Produktform, das sogenannte E-Bike, das das Treten tatsächlich überflüssig macht. Das E-Bike kann höhere Geschwindigkeiten erreichen und ist deshalb oft zulassungspflichtig. Darin liegt auch eine mögliche Erklärung für den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala trotz Tempoversprechen.

Beim Ökostrom-Anbieter WEMAG haben die Mitarbeiter die firmeneigenen Pedelecs längst zu ihren Lieblingsfahrzeugen erkoren. Öko plus Stadtverkehr – die wendigen Zweiräder sind ihren Dienstwagen-Kollegen im Alltag oft voraus. „Fahrradfahren ohne verschwitzt ans Ziel zu kommen, jede Steigung problemlos meistern“, nennt Dörthe Sturm, Innovationsmanagerin bei der WEMAG, zwei der Argumente, die Radler durchaus bestechend finden.

In den Kundencentern des Strom-Anbieters kann man die Pedelecs für kürzere oder längere Ausflüge mieten. Nach einer kurzen Eingewöhnung ist die elektrische Unterstützung die reinste Freude, schwärmen all jene, die die bequeme Variante der sportlichen Fortbewegung bereits ausprobiert haben. Überdies können sich Besitzer von Elektrofahrrädern der Marke Flyer hier hochwertige Fahrrad-Akkus ausleihen. Wemio-Kunden haben die Möglichkeit, beim Kauf eines solchen Fahrrads die Garantie für ihr Akku zu verdoppeln.
Und damit nicht genug: Im Hause WEMAG hängt auch die vierrädrige Dienstflotte an der  Steckdose. Noch ist sie nicht komplett, aber nach und nach sollen sich die Mitarbeiter unabhängig von fossilen Treibstoffen durch die Stadt bewegen. Den Anfang machen die kleinen Flitzer des Hamburger Unternehmens Karabag: Mit jeweils 30 kW Motorleistung und einer Reichweite von 100 Kilometern bei 105 km/h sind die drei Fiat 500E die idealen Fahrzeuge für die Kundenbetreuung.

Ihre Fortsetzung findet die Öko-Flotte seit Juni im Opel Ampera vom Schweriner Vertragshändler Dello. Das E-Fahrzeug ist auch für weitere Strecken geeignet, da die elektrische Ladung im Bedarfsfall von einem fahrzeugeigenen Generator verlängert wird. „Alltagstauglich“ lautet die Zusammenfassung der Qualitäten dieses Neuzugangs. „Und ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Ökomobilität“, sagt Raymond See von der WEMAG, der den Ampera vor einigen Wochen in Empfang nahm.

Doch zurück zu den Fahrrädern: Die elektrisch aufgerüsteten Meis-ter des Alltags sind heute längst keine „Rentner-Bikes“ mehr. In Modellprojekten im ländlichen, infrastrukturell schlechter ausgestatteten Mecklenburg wird derzeit sogar die Tauglichkeit von Pedelecs für Berufspendler erforscht. Die WEMAG AG unterstützt zum Beispiel das von der Fachhochschule Wismar betreute Projekt „inmod“ und stellt dafür in Kooperation mit dem Hersteller Biketec die benötigten Zweiräder bereit.

Im Mittelpunkt stehen die Fahrräder auch bei den 1. Schweriner e-bike-Tagen auf dem Alten Garten (siehe unten). Dort gibt es neben allerlei Unterhaltung und Informationen zum Thema auch Gelegenheit, die Zukunft der Fortbewegung selbst auszuprobieren.