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Wenn der Bärtige zweimal klingelt

Leo sagt ...
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Der Nikolaus war da! Er hat Schokolade in die Stiefel gesteckt, ein mittelgroßes Abbild seiner selbst und ein paar kleine Dinger, dazu eine klitzekleine Rute und ein klitzekleines Spielzeug. Eben genug, um das lange Warten aufs große Fest ein bisschen zu verkürzen. Doch kaum sind die ersten Hapse gegessen und die neue Errungenschaft bespielt – da hört man ein dumpfes Stapfen auf der Treppe. Starr vor Schreck heißt es erst einmal abwarten. Als die Luft akustisch wieder rein ist, ein heimliches Linsen um die Ecke, Tür auf, doch was ist das!?

Die Stiefel prall gefüllt! Wie? Kommt der Nikolaus jetzt zweimal? Da braucht es einen klugen Kopf, noch besser: zwei, um dafür früh um 6.30 Uhr eine plausible Erklärung aus der Tasche zu ziehen. Najaaa, heißt es elternschlau (mit einem heimlichen augenrollenden Dank an die Nachbarn), der Nikolaus hat wohl nicht mit dem vielen Schnee gerechnet, war deshalb ohnehin ein bisschen mehr gestresst als sonst und wurde dann auch noch von viel zu früh aufgestandenen Kindern überrascht – da kann man doch mal was vergessen. Und genau das hat er auf einer zweiten Runde verteilt. Was solcherlei Märchen beim Nachwuchs für Erwartungen wecken – zweite Bescherung vom Weihnachtsmann, zweite Runde Osternester im Frühling, zweiter Geburtstagstisch – und das auch noch als Quasi-Belohnung für viel zu frühes Aufstehen! Aber das kümmert die müden Erwachsenen an einem dunklen Nikolausmorgen herzlich wenig. Wir werden sehen …
 Euer Museums-Löwe