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Skulpturen aus Alltagsmaterialien

Christoph-Rodde-Ausstellung beim Kunstverein
Dieses Werk von 2014 nennt Christoph Rodde „pain royal II“. Er verwendete dafür Brot, Lack, Pappe, Nadeln und Wolle. Foto: Lisa Stagge
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Ein skulptural-räumlicher Umgang mit textilen Stoffen und Papier bildet den Schwerpunkt der großformatigen Objekte und Raum­installationen von Christoph Rodde. In seine kleinformatigen Assemblagen bezieht er außerdem Alltagsmaterialien und organische Bestandteile mit ein – etwa Fahrradschläuche, Spülschwämme, Paprika oder Brot.

Diese überwiegend zarten, kurzlebigen Ausgangsmaterialien, die der Künstler zu filigranen Objekten bearbeitet, sind, entgegen der bildhauerischen Tradition, nicht auf Beständigkeit hin konzipiert. In der zeitgenössischen Kunst haben sie sich dennoch etabliert, da sie die Bildhauerei um neue Ausdrucksformen und Techniken bereichern.
Einen Schwerpunkt der in Schwerin zum Teil erstmals öffentlich gezeigten Arbeiten des in Dresden lebenden Künstlers bilden vielfältige Bezugspunkte zur Gattung der Architektur – ihrer Formensprache und Konstruktionsweisen  bis hin zu formalen Details, Mustern und Dekorum.

Durch die Übertragung auf weichen Stoff oder Papier wird die ursprüngliche Funktion aufgehoben. Im Vordergrund steht die Idee von und das Spiel mit der Konstruktion. Der Künstler experimentiert mit den Eigenschaften und der Materialität von Textilem und Papier, ihren tektonischen und plastischen Möglichkeiten – im genähten, verknüpften, gefalteten, verklebten oder getackerten Zustand.

Christoph Rodde entwickelt –teils begehbare – Skulpturen und Rauminstallationen von auffälliger Leichtigkeit. Als Reaktion auf die markanten Ausstellungsräume in den ehemaligen Werkhallen des alten E-Werkes in Schwerin wird Christoph Rodde durch den Einsatz visueller, textiler Wände und begehbarer Skulpturen die Wahrnehmung der labyrinthartig angelegten Räume und die Bewegungsrouten der Besucher verändern und zu einer Interaktion mit allen Sinnen auffordern.

Die seit dem 8. Februar vom Opens external link in new windowKunstverein für Meck­lenburg und Vorpommern in Schwerin gezeigte Ausstellung trägt den Titel „Christoph Rodde:  l et _“. Sie läuft noch bis zum 17. März. An jenem Sonntag wird ab 15 Uhr zur Finissage eingeladen – inklusive Gespräch und Ausstellungsrundgang mit dem Künstler. Zur Besichtigung geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr; Führungen werden an jedem Mittwoch um 17 Uhr angeboten.