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Neues „Sommer-Modell”

Szenischer Raum bei „Die Macht des Schicksals” vorgestellt
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Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin präsentiert vom 25. Juni bis 1. August 2010 bei den SCHLOSSFESTSPIELEN SCHWERIN mit „Die Macht des Schicksals” wieder eine große Oper von Giuseppe Verdi. Der Alte Garten bietet dafür einen atemberaubenden Rahmen.
Bühnenbildner Lutz Kreisel gestaltet in diesem Jahr zum achten Mal den szenischen Raum für die Schlossfestspiele. Verdis „Macht des Schicksals“ ist ein monumentales Stück.
Um dafür einen adäquaten Raum zu schaffen, wird die Sichtachse für das Publikum in diesem Sommer wieder in Richtung zum Staatlichen Museum mit der großen Treppe und zur Landschaft mit dem See gedreht. „Bei unseren Stücken auf dem Alten Garten müssen wir meistens simultan spielen”, erklärt Kreisel. „Das bedeutet, dass es keine großen baulichen Veränderungen der Szene gibt, sondern dass alle Spielorte gleichzeitig präsent sind. Auch dafür eignet sich diese Oper besonders gut, weil so die verschiedenen Welten, die in dem Werk aufeinander prallen, auch szenisch nebeneinander existieren.” Die vorhandene Architektur steht in seiner Interpretation für die festgefügte Ordnung, von der die Welt des ersten Teils der Oper geprägt ist. Liebe, Leidenschaft und Hass leben sich dort aus. Im Gegensatz dazu zeigt die dem See zugewandte Seite des szenischen Raums ein großes Schlachtfeld, das für die Lust am Vernichten steht und für das Leid, das der Krieg bringt. Zwischen diesen beiden Welten symbolisiert die große Treppe das Kloster und seine Welt, dem im Stück als Hort des Rückzugs und der Ruhe eine wichtige Rolle zukommt.
Diese Welten werden zusammengehalten durch ein großes Kreuz, das in der christlichen Tradition für Tod und Erlösung, aber auch für Liebe steht. Die Welt des Schlachtfelds überwuchert im Laufe des Stücks durch die Macht des Schicksals den gesamten szenischen Raum.