Kultur

Musik, Humor und ernste Töne

Vom 20. bis 22. August findet im Schweriner Speicher das 17. Kabarettfestival statt
Das Duo Schwarze Grütze begibt sich auf eine Zeitreise „Vom Neandertal ins Digital“.
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Traditionell nach der Sommerpause startet der Speicher mit Kabarett in seine neue Saison. Das mittlerweile 17. Kabarettfestival läuft vom 20. bis 22. August. Mit dabei sind Lars Redlich, das Duo Lisa & Lara Goldfarb sowie das Musikkabarett Schwarze Grütze.

Lars Redlich
Am Donnerstag, 20. August, lädt Lars Redlich ein zu seinem Musikkabarett „Ein bisschen Lars muss sein“. Mit einem Ausschnitt daraus hat der Entertainer im vergangenen Jahr den „NDR Comedy Contest“ gewonnen. Als Kind lernte er Flöte und Fagott, spielte Gitarre und war Mitglied in einer Coverband. Später studierte er an der Universität der Künste und übernahm Hauptrollen in diversen Musicals und war auch schon in Fernsehserien zu sehen.
Und dann kam beim fröhlichen Lars der Humor auch auf professioneller Basis hinzu. Sein erstes Soloprogramm, eine Mischung aus Comedy, Kabarett und Musik, hieß „Lars but not least“. Schon damals ließ er auch nachdenkliche Töne mit einfließen.

Lisa & Lara Goldfarb
„Klein und gemein“ heißt das erste Programm der Zwillinge Lisa und Lara Goldfarb; es wurde 2017 ein großer Erfolg, so dass die beiden gar nicht anders konnten, als ein zweites Programm folgen zu lassen. Es heißt passenderweise und selbstironisch „Kleine Koalition“, denn besonders groß sind die Goldfarb-Schwestern nicht, und natürlich ist es ein fast schon politisches Wortspiel.
Sie sind unter anderem Träger des Kabarettpreises „Bad Belziger Bachstelze 2019“ und machen sich Gedanken über Fragen wie: „Demokratie oder Demoband? Amazon oder Ampelkoalition? Nachhaltigkeit oder Nachschenken? Globalisierung oder Globuli? Und wie macht man als Frau eigentlich einen Hammelsprung? Lisa und Lara sind am 21. August im Speicher zu Gast.

Schwarze Grütze
Sozusagen zum Höhepunkt des Kabarettfestivals am 22. August gastiert die Schwarze Grütze im Speicher.
Die neuen Lieder des Duos  sind äußerst bitterwitzige Gesellschafts-Selfies. Pursche und Klucke, so heißen die beiden, halten ihre  Kamera direkt auf unsere schlimmen  Stellen und entwickeln daraus ihre sehr  lustigen Geschichten:
Da ändert die intelligente Autokorrektur das Wort „Bürste“ in „Brüs­te“, nur weil  da ein Mann vor dem Bildschirm sitzt. Da entdeckt ein Ehemann, dass Hacker das Gehirn seiner Frau manipulieren. Einer muss wegen der Mieterhöhung  nachts mit dem Metalldetektor auf den Friedhof. Ein Kindergartenkind hilft etwas nach, damit die Zahnfee endlich den Restbetrag für das iPhone bringt. Ein Superreicher isst ausschließlich das Fleisch von aussterbenden Tieren.
Eingefasst wird die Momentaufnahme des digitalen Bitstorms in eine skurrile Rahmenhandlung. Als Abgesandte einer anderen Galaxie erforschen die Beiden im Blick aus der Zukunft, ob es auf der Erde jemals intelligentes Leben gegeben hat.
Das Musikkabarett „Schwarze Grütze“ legt den Finger in die offene Festplatte der Gesellschaft. Da trifft künstliche auf künstlerische Intelligenz und Download auf Herzblut. Die beiden bösen Barden bleiben ihrem Ruf treu: Pechschwarzer Humor paart sich mit genialen Wortspielen – ein ausgesprochen analoges Vergnügen! Und das, obwohl das Programm „Vom Neandertal ins Digital“ heißt.

Alle drei Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr.