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Afrikaner stellen aus

Werke von Mosambikanern beim Kunstverein und im öffentlichen Raum
„Salvador D. Kibango“, Foto von Edson Chagas aus der Reihe „Tipo Passe“
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Die Ausstellung „Madgermanes / Mystery Of Foreign Affairs“  des Schweriner Kunstvereins widmet sich nun in einer Ausstellung einem bislang wenig bekannten Kapitel der DDR-Außenpolitik.
Als „Madgermanes“ bezeichnen sich die ehemaligen Vertragsarbeiter aus Mosambik, die zwischen 1979 und 1991 in der ehemaligen DDR lebten und arbeiteten. Der Begriff „Madgermane“ ist ein Lehnwort, das sich aus dem Englischen „Germany“ und dem Bantu-Präfix „ma“ zusammensetzt und soviel wie „die Deutschen“ bedeutet. Nach der Wende in ihre Heimatländer zurückgeschickt kämpfen die „Madgermanes“ bis heute um die Auszahlung eines Großteils ihrer Gehälter und die Auszahlung ihrer Sozialversicherungsbeiträge.

Die Ausstellung lässt sich auch als ein Beitrag verstehen, diese Geschichte in Form von Ausstellungen sowie künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum zunächst in Schwerin und 2018 in Maputo zu aktualisieren.
Skulpturen und Fotografien, Malerei und Grafik, Videos und Installationen werden im öffentlichen Raum Schwerins und in den Ausstellungsräumen des Opens external link in new windowKunstvereins für Mecklenburg und Vorpommern, Schwerin, gezeigt. Mit aufbereitetem Filmmaterial gibt die Ausstellung einen Einblick in die ambivalente Außenpolitik der ehemaligen DDR im postkolonialen Afrika, die in großen Teilen nahezu unbekannt ist – wenngleich sie bis heute auf vielfältige Weise soziokulturell und gesellschaftspolitisch nachwirkt.

Die Ausstellung „Madgermanes“ wird am 16. September um 19 Uhr in den Räumen des Kunstvereins im E-Werk eröffnet und ist dann bis 28. November dienstags bis sonntags, 12 bis 18 Uhr, zu sehen.