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Zuerst Zettel lesen!

Wechselwirkungen von Arzneimitteln werden oft unterschätzt
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In Deutschland kommen nach Schätzungen pro Jahr mehrere zehntausend Menschen durch (eigentlich richtige) Arzneimittel ums Leben. Diese Zahl verdeutlicht, wie entscheidend Kenntnisse über die richtige Anwendung von Medikamenten sind. Hinreichend bekannt dürfte dabei sein, dass Alkohol die Wirkung von Arzneien beeinflusst. Doch wer weiß zum Beispiel, dass Tabletten gegen Bluthochdruck  zu Herzrasen und Schwindel führen können, wenn sie mit Grapefruitsaft eingenommen werden?
Mitunter verursachen auch andere Speisen und Getränke bei der Einnahme von Medikamenten Wechselwirkungen. So können Joghurt, Quark, Käse und andere Milchprodukte die Wirkung von Arzneien wie Antibiotika beeinträchtigen. Sie sollten daher nur im Abstand von zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Medikamenten verzehrt werden.  Sind Tabletten laut Beipackzettel mit ausreichend Flüssigkeit einzunehmen, ist das idealerweise immer Wasser. Kaffee oder Tee dagegen sind eher ungeeignet – die die Wirkung von Eisentabletten heben sie wegen ihres Gehalts an Gerbsäure sogar auf.
Häufig hat auch die Kombination verschiedener Medikamente folgenschweren Wirkung. Antibiotika oder Schmerzmittel etwa können den Effekt von blutdrucksenkenden Mitteln verändern Mögliche Folgen: Schwindel und dadurch verursachte Stürze. Wer mehrere Medikamente einnimmt, sollte daher den Rat zur Rücksprache mit Arzt oder Apotheker unbedingt beherzigen. Im Zweifelsfall lohnt es sich, einen Experten zu Rate fragen. (kkh)