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Wenn die Zähne knirschen…

Fachübergreifende Therapie mit Zahnarzt kann Rückenschmerzen heilen
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Rückenschmerz ist einer der verbreitetsten Volkskrankheiten. Er beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität des Betroffenen, sondern belastet aufgrund vieler Fehltage auch die Volkswirtschaft. Neue Forschungsinitiativen arbeiten verstärkt daran, mit fachübergreifender Forschung mehr Klarheit zu gewinnen. Auch vor Ort in der Praxis halten Ärzte Ausschau nach entsprechenden Therapiekonzepten. Über wichtige Zusammenhänge zum Beispiel von Rückenschmerzen und dem erkrankten Kausystem informiert jetzt die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA). Die Idee: eine Therapie ausgehend vom Zahnarzt.
Für viele Zahnärzte gehört die fachübergreifende Therapie bereits zum Alltag. Anhand eines standardisierten Schienentherapiekonzeptes können sie das Schmerzsymptom auf seine Ursache zurückführen und andere Therapeuten gezielt mit einsetzen. „Patienten mit Rückenschmerzen werden oft vom Orthopäden, HNO-Arzt, Physiotherapeuten oder vom Osteopathen in die zahnärztliche Praxis überwiesen“, erklärt Franz Weiß, Geschäftsführer der GZFA. Haben diese Haltungsstörungen wie Schulter- oder Beckenschiefstand oder einen gestörten muskulären Status festgestellt und schöpfen sie Verdacht auf einen Fehlbiss, ist die Diagnose des Zahnarztes gefragt.
Ein Stichwort ist die Cranio Mandibuläre Dysfunktion. Der Begriff umschreibt das gestörte Zusammenspiel von Schädel (lat. Cranium) und Unterkiefer (lat. Mandibula). Es kann Schmerzsymptome an Zähnen und Kaumuskeln sowie im Bereich von Kopf, Schultern und Rücken hervorrufen. Eine verbreitete Ursache ist das Pressen und Knirschen mit den Zähnen, wovon laut Bundeszahnärztekammer aktuell jeder Zehnte betroffen ist. Spuren davon werden an einem abgeriebenen Gebiss und einer veränderten Bisshöhe sichtbar. Gängige Behandlungsform ist die Schienentherapie. Mit einer Knirscher-Schienen sollen zunächst die Fehlkontakte im Biss unterbunden werden. „Das eigentliche Therapieziel muss aber ein gesunder Biss mit einer physiologischen Position der Kiefergelenke sein“, so Weiß.  (lifepr)