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Was gegen Hexenschuss hilft

Es gibt Maßnahmen zur Linderung von Rückenschmerzen, es lässt sich ihnen aber auch vorbeugen
Bewegungsmangel kann Probleme hervorrufen. Foto: Underdogstudios, Fotolia
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Laut Statistik wird im Laufe seines Lebens nahezu jeder Mensch wenigs­tens einmal von der Hexe heimgesucht. Die meisten vom Hexenschuss Betroffenen sollen zwischen 30 und 50 Jahre alt sein, häufig auch jünger. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?
Beim normalen Hexenschuss ist die Rückenmuskulatur so verspannt oder gar verhärtet, dass sie einfach nicht mehr richtig funktioniert: Die Muskeln und Bänder arbeiten nicht mehr harmonisch zusammen. Das hat zur Folge, dass die von der Hexe Beschossenen sich nur noch unter Schmerzen aufrichten oder vorbeugen können, wenn überhaupt.

Dieser Zustand ist sehr unangenehm, aber in der Regel nicht gefährlich. Meist ist es nach rund einer Woche mit den Schmerzen vorbei, mitunter dauert dies schon mal zwei Wochen. In weniger günstigen Fällen können dafür jedoch auch mal vier bis sechs Wochen ins Land gehen. Wenn die Beschwerden dann immer noch nicht nachgelassen haben, muss genauer nach den Ursachen geschaut und zum Beispiel ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt.
Vielfach lässt sich ein Hexenschus in Eigenleistung therapieren. Als erfolgreich erweist sich dabei immer wieder vor allem Wärme am Rücken. Gegen die Schmerzen hilft zudem meist die Stufenlagerung: Dazu legt man Kopf und Rücken flach auf den Boden, während die Unterschenkel im rechten Winkel auf einem Stuhl ruhen.

Wem die Hexe ins Kreuz gefahren ist, tendiert dazu, sich möglichst ruhig zu verhalten, weil jede Bewegung schmerzt, sowie bei unvermeidbarer körperlicher Aktivität eine Schonhaltung einzunehmen. Damit lassen sich die Schmerzen im Moment vielleicht ein wenig mindern, doch die unnatürliche Körperhaltung bewirkt nur eine noch ausgeprägtere Verkrampfung der Muskulatur. Dadurch nehmen die Rückenschmerzen dann eher zu. Wenn man aus der Schonhaltung nicht mehr herauskommt oder sich gar nicht mehr normal bewegen kann, dann kann der Arzt mit Schmerzmitteln dabei helfen, den Teufelskreis von Verkrampfung und Schmerzen zu durchbrechen.

Rückenschmerzen lässt sich aber auch vorbeugen: So sollte man beim Heben grundsätzlich darauf achten, dies aus der Kniebeuge heraus zu tun und dabei die Muskulatur der Oberschenkel sowie des Gesäßes zu nutzen. Und grundsätzlich schützt viel Bewegung recht gut vor der Hexe.