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Viel Wirbel um einen Tandemsprung

Kowsky stellte bei Aktionstag auf Schwimmender Wiese das Bodenpersonal
Das Sanitätshaus Kowsky mit Rollstuhlparcours auf der Schwimmenden Wiese. Es brauchte ein geschicktes Händchen, die Hütchen zu umrunden und die Rampen zu überwinden. Foto: Kowsky
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Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Menschen Ende August, Anfang September nach Neustadt-Glewe. Deutsche Meisterschaften im Fallschirmspringen bekommt Mann und Frau ja nicht alle Tage zu sehen. Rund 400 aktive Sportler aus Nah und Fern zeigten die Facetten des Luftsports. Und tausende Besucher verfolgten mit weit aufgerissenen Augen das Event. Darunter viele, die noch nie in ihrem Leben mit einem Fallschirm gesprungen sind. Aber auch Menschen, die bisher dachten, dass sie es nie in ihrem Leben tun können, weil sie eine Behinderung haben.

Doch die Deutschen Meisterschaften zeigten, dass es anders geht. Jürgen Olejnik, der seit einem Badeunfall im Rollstuhl sitzt, hatte vor seinem Unfall immer davon geträumt, Fallschirm zu springen. Dieser Traum wurde in diesem Sommer war. Der Querschnittsgelähmte erlebte einen Tandem-Sprung aus 4.000 Metern Höhe. Etwa 50 Sekunden befand er sich im freien Fall, anschließend schwebte er sechs Minuten am offenen Schirm.
Der Sprung war der Auftakt zu einem Aktionstag, der noch vor der Deutschen Meisterschaft in Schwerin stattfand. Auf der Schwimmenden Wiese konnten sich am 24. August Menschen mit Handicap ein Bild davon machen, was möglich ist. Ausführlich berichteten Fallschirmspringer, wie so ein Tandem-Sprung funktioniert.

Außerdem konnten sich Besucher informieren, wie man am Boden leichter durch den Alltag „schwebt“, beispielsweise mit Handbikes, also Rollstühlen, die man mit den Händen kurbelnd vorwärts bewegt. „Mit ihnen bleibt der Oberkörper aktiv und der Kreislauf wird angekurbelt“, erklärten Mitarbeiter des Sanitätshauses Kowsky, die den Aktionstag auf der Schwimmenden Wiese begleiteten und einen Rollstuhlparcours aufgebaut hatten.
Wer wollte, konnte Rampen überwinden und Hütchen umrunden. Menschen mit und ohne Rollstuhl trauten es sich und nahmen so eine Testfahrt beherzt in Angriff.