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Moderne Unfallchirurgie

MediClin Krankenhaus am Crivitzer See meistert immer wieder neue Herausforderungen
Dr. med. Dietmar Böttcher, Oberarzt der Klinik für Chirurgie und Orthopädie Foto: privat
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Die Sonne scheint, die Natur ruft, und viele sind mit dem Fahrrad, auf Inline-Skatern oder dem Skateboard unterwegs. So mancher Hobbysportler wird auf Rädern dabei auch schon mal zum Kamikazefahrer und riskiert Unfälle und damit Verletzungen wie Knochenbrüche nach einem Sturz.
Wer mit einem Knochenbruch, einem Bänderriss, einem ausgerenkten Gelenk oder Ähnlichem sowohl eigenständig als auch mit dem Rettungsdienst in das MediClin Krankenhaus am Crivitzer See kommt, der kann sich sicher sein, dass er dort auf dem medizinisch neuesten Stand versorgt wird.

Dr. med. Dietmar Böttcher ist Oberarzt der Klinik für Chirurgie und Orthopädie und hauptverantwortlich für die traumatologische Versorgung in Crivitz. Gemeinsam mit seinem Team aus ärztlichen Kollegen und Schwes­tern versorgt er dort Patienten, die eine Unfallverletzung erlitten haben.
Die meisten Unfallverletzungen, mit denen der erfahrene Mediziner in Crivitz konfrontiert wird, sind Frakturen unterschiedlichster Art, zum Beispiel handgelenks- und hüftgelenksnahe Brüche oder auch Sprunggelenkfrakturen. Die größte Herausforderung ist für ihn jeden Tag aufs Neue, aus einer nicht planbaren Situation heraus eine schnelle Entscheidung zu treffen, wie welche Verletzung adäquat versorgt wird.

Der gebürtige Crivitzer Facharzt für Unfallchirurgie sagt: „Dies ist unter anderem ein großer Unterschied zu anderen chirurgischen Fachrichtungen, zum Beispiel der Orthopädie, denn hier werden operative Eingriffe, beispielsweise ein Gelenkersatz, langfristig ge­plant und terminiert. Eine Unfallverletzung kommt ganz plötzlich, und es muss nach der Untersuchung schnell eine Entscheidung getroffen werden. Vor allem Knochenbrüche sind dabei sehr vielfältig und nicht selten eine Herausforderung.“ Es ist eher selten, dass der Unfallchirurg alles stehen und liegen lassen und mit den Patienten direkt in den OP muss, aber es kommt durchaus vor. Bei zeitkritischen Fällen, vor allem Gelenk-Ausrenkungen oder sogenannten Verrenkungsbrüchen ist dies beispielsweise der Fall.

Die moderne Unfallchirurgie hat sich glänzend fortentwickelt, sie kann Brüche besser denn je versorgen und verfügt über umfangreiche „Werkzeugkästen“ mit Nägeln, Nähten, Platten, Schienen, Verbänden, Stiften, Harzen, Pfannen, Polsterungen und weiteren Ersatzteilen, um den Körper und seine Extremitäten wieder ins Lot zu bringen.
Bei Operation im Fall von Knochenbrüchen an Extremitäten kommen in Crivitz moderne Osteosyntheseverfahren mit Mark­raumnägeln und winkelstabilen Platten zum Einsatz. Dadurch soll eine schnellstmögliche Mobilisierung des Patienten erreicht werden. Bei der Versorgung von Sehnenrupturen im Schulterbereich werden minimalinvasive Methoden angewendet.

Viele fragen sich bestimmt, ob man heutzutage bei Knochenbrüchen oder Bänderrissen immer noch einen Gips bekommt. „Es treten immer raffiniertere Verfahren bei der Therapie von Brüchen an die Stelle des guten alten Gipsverbandes, dennoch kann die moderne Medizin einstweilen nicht auf ihn verzichten“, sagt Dr. Böttcher.
In der Unfallchirurgie in Crivitz werden nicht nur Notfälle versorgt, sondern Dr. Böttcher ist hier auch als so genannter Durchgangsarzt (D-Arzt) für die Behandlung nach Arbeitsunfällen und Wegeunfällen zuständig. Als Arbeitsunfälle gelten unter anderem Schulunfälle und Unfälle von Helfern im Straßenverkehr. So findet im Rahmen einer Durchgangsarzt-Sprechstunde in der MediClin-Akut-Einrichtung in Crivitz auch die Untersuchung und Versorgung dieser Patienten statt.

Um als Durchgangsarzt tätig sein zu können, hat der 46-jährige Mediziner von den Berufsgenossenschaften eine besondere Zulassung erhalten. Mit der erteilten Zulassung sind weitgehende Vollmachten, aber auch Verpflichtungen verbunden. Ein D-Arzt soll als Quasi-Vertreter der gesetzlichen Unfallversicherung das gesamte Heilverfahren steuern, er ist also von der Erstversorgung über die Rehabilitation bis hin zur Empfehlung von Entschädigungsleistungen koordinierend tätig.

Im MediClin Krankenhaus am Crivitzer See werden in der Unfallchirurgie alle Arten von Knochenbrüchen des Skeletts versorgt, mit Ausnahme spezieller Verletzungen an der Hand  oder Becken- und Wirbelsäulenfrakturen. „Solche Frakturen überweisen wir dann direkt in eine Klinik, die auf derartige Fälle und ihre Versorgung spezialisiert ist“, sagt Dr. Dietmar Böttcher.