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Kostenlos verhüten

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Frauen, die Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe beziehen, können seit November in der Stadt Schwerin und der Region Demmin kostenlos Verhütungsmittel beziehen. Damit ist ein Modellprojekt gestartet, das Frauen den Zugang zu Verhütungsmitteln erleichtern soll. „Finanzielle Probleme dürfen kein Grund dafür sein, auf sichere Verhütung zu verzichten“, sagte Ministerin Manuela Schwesig bei der Vorstellung des Projektes. Der Verzicht führe häufig zu ungewollten Schwangerschaften.
Das Modellprojekt richtet sich an Frauen zwischen 20 und 35 Jahren aus Schwerin und der Region Demmin. Nach einem Termin bei einer/einem Frauenärztin/-arzt und einem anschließenden Gespräch in einer Schwangerschaftsberatungsstelle erhalten die Frauen die Pille entweder kostenfrei in einer Apotheke oder sie lassen sich beim Gynäkologen die Spirale oder einen Verhütungsring einsetzen.
Das Projekt ist zunächst bis Ende 2015 angelegt. Frauen können  die genannten Verhütungsmittel maximal zwölf Monate lang kostenfrei beziehen. Das Land stellt für das Projekt insgesamt 426.000 Euro zur Verfügung. Von der Universität Greifswald wird das Projekt wissenschaftlich begleitet: Anonyme Daten zum Verhütungsverhalten der Frauen in der Modellregion werden mit Zahlen aus vergleichbaren Gegenden des Landes verglichen und sollen Aufschluss über den Erfolg der kostenfreien Verhütung bringen.