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Hygiene: mehr als Sauberkeit

Nancy Strauch ist fürs Hygienemanagement im Crivitzer Krankenhaus zuständig
Nancy Strauch (r.) kontrolliert mit Hilfe einer Schwarzlichtlampe, ob sich Daniela Horn die Hände ausreichend desinfiziert hat. Das Ergebnis: Alle Finger leuchten vollständig in Blau – alles ist gut.
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Sicherheit für die Patienten und Mitarbeiter: Das ist es, worum es Nancy Strauch mit ihrer Arbeit geht. Die 42-Jährige ist seit dem 1. Dezember 2020 Hygienebeauftragte des Krankenhauses am Crivitzer See. Zu ihren Aufgaben gehört es, alle hygienerelevanten Abläufe in Diagnostik, Therapie und Pflege genau zu überwachen – in enger Zusammenarbeit mit den hygienebeauftragten Pflegekräften der einzelnen Stationen und den dafür verantwortlichen Ärzten. Das beginnt bei Bereichen, in denen steril gearbeitet werden muss und reicht über die regelmäßige Wartung von medizinischen Geräten bis hin zum Desinfektionsmittel auf der Patiententoilette.

Nancy Strauch ist diejenige, die alle Prozesse im Überblick behält, organisiert und dokumentiert,  dabei stets auf dem neuesten Stand ist und dieses Wissen an die Kollegen weitergibt. Dabei kommt ihr zugute, dass sie das Crivitzer Krankenhaus sehr gut kennt: Zwischen 1997 und 2000 absolvierte sie selbst hier ihre Ausbildung und war als examinierte Krankenschwes­ter seit 2000 ohne Unterbrechung in der Klinik tätig, die letzten elf Jahre in der Abteilung Innere Medizin.

Jetzt stellt sie sich der neuen Aufgabe – und freut sich auf die Herausforderung. „Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Pflegebereich weiß ich, wie wichtig ein gutes Hygienemanagement und die Einhaltung hygienischer Maßnahmen und Richtlinien sind“, sagt Nancy Strauch.

Hygiene im Krankenhaus ist mehr als nur Sauberkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt im Hinblick auf nosokomiale Infektionen – also solche, die im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt stehen. Auch Erreger mit bestimmten Resistenzen müssen erfasst und bewertet werden – immer mit dem Ziel, Ursachen zu klären, frühzeitig zu erkennen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.  Dies klappt am besten, wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen. „Meine Kollegen sind sehr umsichtig, das finde ich toll“, freut sich die Hygienebeauftragte, die ihre Aufgabe auch darin sieht, für die verschiedenen Maßnahmen zu sensibilisieren.

Für die Patienten des Crivitzer Krankenhauses bedeutet das vor allem eins: ein gutes Gefühl. Sie können sich darauf verlassen, sicher und kompetent betreut zu werden. Dies gilt auch mit Blick auf die Covid-19-Pandemie, die medizinische Einrichtungen aktuell vor ganz besondere Herausforderungen stellt. Im Krankenhaus am Crivitzer See heißt das unter anderem, dass alle Patienten auf das Coronavirus getestet werden und der Zugang mit einer einfachen Stoffmaske nicht mehr möglich ist – es muss eine medizinische Mund-Nase-Bedeckung getragen werden.  

„Die Pandemie hat uns deutlich gezeigt, dass eine genaue Überwachung der Krankenhaushygiene unablässig ist“, sagt Nancy Strauch.  Und sie weiß auch, dass oft kleine Dinge eine große Bedeutung haben – wie zum Beispiel das richtige Desinfizieren der Hände oder der korrekte Sitz der Maske über Mund und Nase.

Der Hygienebeauftragten ist es ein persönliches Anliegen, für Patien­ten und Mitarbeiter  bestmögliche Schutzmaßnahmen zu erarbeiten und bei deren Umsetzung zu helfen. Teamfähigkeit und eine hohe Sozialkompetenz sind deshalb neben dem Qualitätsbewusstsein die wichtigsten Anforderungen für diesen Job.  

Dass ihre Arbeit aktuell einen noch größeren Stellenwert hat, weiß Nancy Strauch. Und diese Verantwortung nimmt sie gern an:  „Ich freue mich sehr darauf, meinen Teil zur Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter beitragen zu können.“ Perspektivisch will sie auch noch die zweijährige Zusatzausbildung zur Hygienefachkraft absolvieren.

Das Krankenhaus am Crivitzer See ist eine Einrichtung mit 80 Betten der medizinischen Grund- und Regelversorgung. Zu den Fachbereichen gehören die Orthopädie und Chirurgie, Innere Medizin, Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie die Radiologie und ein interdisziplinäres Komplexbehandlungszentrum.