Schwerin Live Logo

Doc aktuell

Für die Organspende

Selbsthilfegruppe „das zweite Leben“ wieder in Schwerin zu Gast
MV-Sozialministerin Stefanie Drese (3. v. r.) im Gespräch mit Mitgliedern des Vereins „das zweite Leben – Nierenlebenspende“
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Am 30. November präsentierte sich die Selbsthilfegruppe „das zweite Leben – Nierenlebendspende“ erneut auf dem Schweriner Weihnachtsmarkt. Die Mitglieder des Vereins warben für die Organspende und verteilten an die Passanten Lebkuchenherzen mit Informationsmaterial und Organspendeausweisen.

Unterstützt wurden sie dabei von Stefanie Drese, der Sozialministerin unseres Landes. Sie plädiert wie auch die Gruppe „das zweite Leben“ für die Widerspruchslösung. Das bedeutet: Wer sich nicht explizit dagegen ausspricht, ist nach seinem Tod automatisch Organspender. Laut Plan wird im Januar im Bundestag über ein entsprechendes Gesetz abgestimmt.

Drese sagt: „Ich bin schon gespannt, wie das Thema im Bundestag entschieden wird. Die Widerspruchslösung verpflichtet die Leute ja nicht dazu, Organspender zu werden, aber es zwingt sie dazu, über das Thema nachzudenken.“ Die Aktion der Selbsthilfegruppe auf dem Weihnachtsmarkt begrüße sie in dem Zusammenhang sehr. „Mit Betroffenen zu sprechen, ist doch etwas ganz anderes, als sich lediglich Info-Materialien duchzulesen, die man vielleicht zugeschickt bekommen hat.“

Brunhilde Ernst, Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, kann das bestätigen. „Die Menschen, mit denen wir hier ins Gespräch kommen, sehen dass es uns gut geht – auch mit nur einer Niere.“ Man müsse nur ganz wenige Dinge beachten, zum Beispiel immer viel trinken, können sonst aber leben wie vorher.

Die Mitglieder der Gruppe sind alle entweder Spender oder Empfänger einer Niere. Ihnen geht es daher auch um die Organspende zu Lebzeiten. Mit ähnlichen Aktio­nen ist der Verein unter anderem regelmäßig auch in Dresden und in Basthorst (bei Ratzeburg) unterwegs; hinzu kommen Patienten­seminare an den Kliniken, in denen Organe transplantiert werden.

Unterstützt wurde die Aktion der Selbsthilfegruppe auch in diesem Jahr von der BARMER.