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„Botox“ am beliebtesten

Trends in der ästhetisch-plastischen Chirurgie / Frauen vorn, aber Männer holen kräftig auf
Ein junges, frisches Gesicht – das wünschen sich alle.
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Ästhetische Eingriffe erfreuen sich in Deutschland weiterhin großer Beliebtheit, Tendenz steigend. Das geht aus der aktuellen Ärztebefragung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) hervor.
Die häufigsten Eingriffe 2018 bei Männern und Frauen sind Faltenunterspritzungen mit Botulinumtoxin („Botox“), die als Spitzenreiter mit fast genau 20.000 Behandlungen deutlich vorn liegen, dicht gefolgt von gut 18.000 Hyaluron-Behandlungen. Ebenfalls weit vorn befinden sich auf Platz drei die Lippenkorrekturen, die 2018 mit rund 4.600 Eingriffen um knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Dabei liegt der Frauen­anteil unter den Patienten 2018 bei rund 86 Prozent.

Der VDÄPC-Präsident Dennis von Heimburg sagt: „Ein hübsches Gesicht ist vielen wichtiger als eine gute Figur.“ Auch beruflicher Erfolg ist laut von Heimburg für Männer und Frauen ein Argument für einen Eingriff. „Frauen fangen vorsichtig an und ziehen minimalinvasive Eingriffe vor“, erläutert er und ergänzt: „Frauen entscheiden sich schneller als Männer für einen kleinen Eingriff.“ Faltenbehandlungen seien bei weiblichen Patien­ten am beliebtesten.

Frauen entscheiden sich zwar etwa sechsmal so oft für einen ästhetischen Eingriff wie Männer. Doch absolut gesehen hat sich bei den operativen Behandlungen die Zahl der Eingriffe bei den Männern mehr als verdoppelt. Nummer eins bei den männlichen Patienten ist die Oberlidstraffung (2017 lag dieser Eingriff noch auf Platz fünf), und die Fettabsaugung ist von Rang vier auf Rang zwei gestiegen. Mit den Nasenkorrekturen auf Platz drei steht nun die Gynäkomas­tie auf vier und die Bauchdeckenstraffung auf Platz fünf.

Bei den rein operativen Eingriffen bei den Frauen rückt die Brustvergrößerung von Platz drei auf Platz eins vor. Auf Platz zwei findet sich die Oberlidstraffung, die 2017 noch an erster Stelle bei den operativen Eingriffen stand. Prof. von Heimburg zeigt sich erstaunt mit Blick auf die demografische Entwicklung: „Wir haben einen altersbedingten Eingriff auf dem ersten Platz vermutet.“ Da Brustvergrößerungen eher von jüngeren Patienten gewünscht werden, sieht er hier eine Überraschung.