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Sportunterricht auf dem Golfplatz

Siebentklässler des Pädagogiums Schwerin nehmen am Projekt „Abschlag Schule“ teil
Die Schüler des Pädagogiums zusammen mit ihrem Trainer Stephan Peters vor dem Kranichhaus auf dem Winstongolf-Platz Foto: Volker Drossel
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Golf ist ein Sport, der Generationen verbindet. Dass auch schon ganz junge Leute Spaß an dem Spiel auf dem Rasen haben, beweisen die Siebentklässler des Pädagogiums Schwerin, die am Projekt „Abschlag Schule“ teilnehmen. Einmal pro Woche geht es für die Mädchen und Jungen zu einer Sport-Doppelstunde auf den Winstongolf-Platz in Vorbeck.

Ihre engagierte Sportlehrerin Doris Hildebrandt-Ott hat vor vielen Jahren bereits organisiert, dass der Unterricht für ein paar Wochen im Schuljahr dort stattfinden kann. Sie sagt: „Wir wohnen in einer Region, wo wir diesen schönen internationalen Golfplatz haben, warum sollen wir den nicht nutzen?“
Den jungen Golfern steht der Trainer Stephan Peters zur Seite. Von ihm lernen sie nicht nur Abschlagen und Putten, sondern auch Etikette, denn die ist auf dem Platz ebenfalls sehr wichtig.
Der Deutsche Golfverband finanziert „Abschlag Schule“ im Rahmen seiner Nachwuchsarbeit, auch einen Teil der Fahrtkosten übernimmt er.

Für die jetzigen Teilnehmer hat das Projekt bereits im Mai dieses Jahres begonnen, als sie noch die sechste Klasse besuchten.
Künftig sollen es immer die Siebentklässler sein, die das Golfspielen lernen. Ab der elften Klasse können sie dann erneut einsteigen, um die große Platzreife zu erwerben; der Startkurs führt aber immerhin schon zur Reife für den kleineren Parcours, den Kranichplatz. Hendrik Stoeckmann und Matti Dingler sind zwei der Schüler, die begeistert an „Abschlag Schule“ teilnehmen. Hendrik mag die Bewegung an der frischen Luft und hat erfahren, dass der Sport anstrengender sein kann, als es sich manch einer vorstellt, sagt aber auch: „Ich finde Golf sehr entspannend – vor allem, weil man keinen großen Zeitdruck hat. Manchmal, wenn ich Stress habe, stelle ich mir sogar vor, ich sei auf dem Golfplatz. Das entspannt mich dann.“
In seiner Freizeit ist Hendrik übrigens als Breakdancer unterwegs. Matti bevorzugt die Judomatte, übt aber am Wochenende zusätzlich das Golfspielen, kein Wunder: Sein Vater und sein Großvater sind ebenfalls begeisterte Golfer.

Im Mai dieses Jahres sind Schüler zusammen mit Lehrern und einigen Begleitern auf Bildungsreise in der Normandie gewesen. Bei der Gelegenheit hat sich die Gruppe auch einen Golfplatz angeschaut; zum Spielen reichte die Zeit leider nicht mehr. Vielleicht bei der nächsten Bildungsreise: „Im April kommenden Jahres geht es nach Neapel und Montecassino“, freut sich Doris Hildebrandt-Ott schon. „Ich hoffe, dass es dann klappt mit dem Golfspielen.“

Auch an einem größeren Wettkampf haben die Golfer des Pädagogiums vor einigen Jahren bereits teilgenommen: Beim Landesausscheid von „Jugend trainiert für Olympia“ belegten sie den zweiten Platz. Eine super Mannschaftsleis­tung. „Die Klasse wächst durch den Sport eben auch zusammen“, weiß Hildebrandt-Ott, die selbst mit Hingabe Golf spielt.