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Bestnoten für Dieter Düsterhöft

Der Biologie- und Sportlehrer vom Schweriner Fridericianum ist der beliebteste Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern
Viele Jahre hat Dieter Düsterhöft aktiv Basketball gespielt.
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Als Dieter Düsterhöft von Direktor Frank-Peter Budde die Urkunde bekam, war er stolz. Er, der beliebteste Lehrer in ganz Mecklenburg-Vorpommern? Wichtig war ihm nicht, dass er bei der Abstimmung auf der Schülerplattform  www.spickmich.de vor Anderen lag. Stolz war Dieter Düsterhöft allein darauf, dass seine Schüler im Biologie- vor allem aber wohl im Sportunterricht sein Engagement honorierten.  Bei Wettkämpfen des Fridericianums fiebert er nämlich mit seinen Schützlingen mit, geht mit ihnen durch dick und dünn, ist mit Herz und Seele bei der Sache.  Er sei eine ehrliche Haut, bemühe sich um einen fairen Umgang, sagt der Lehrer von sich. „Wenn ich einen Fehler gemacht habe, gebe ich das auch zu“. Er sei, wie die Schüler, eben auch nur ein Mensch. Das alles, so die Düsterhöftsche Lesart, spüren die Schüler wohl.  Und honorieren es!

Eine Nachfrage bei den Elftklässlern in der Cafeteria bestätigt dies. „Man hat relativ viel Spaß mit ihm. Das lässt einen selbst motivierter sein“, betont Jonathan Stuppe aus der 11 c. Lucas Schult aus der Parallelklasse schätzt die lässige Art des Lehrers. „Doch er zieht auch klare Grenzen und man weiß, woran man bei ihm ist“, unterstreicht der Abiturient. Eric Hilgert merkt dem Lehrer an, „dass er Spaß an der Arbeit hat“.  Und Jonathan erinnert eine Begegnung in der letzten Woche, da sang der Lehrer auf dem Schulflur „Das Wandern ist des Müllers Lust“.
Entspannt Euch! So, Freunde! Oh Leute, seid nicht böse! War mir klar, dass Du das weißt Karl! Wo sind die Finger? Mit diesen und ähnlichen Worten sorgt Dieter Düsterhöft schon bei den Kleinsten am Fritz, wie der Schulname bei Lehrern und Schülern oft verknappt wird,  für einen saloppen Ton und eine gute Lernatmosphäre. Doch nicht nur seine Art, sondern wohl auch seine Souveränität beeindrucken die Schüler immer wieder. Im Sportunterricht macht der Lehrer grundsätzlich alle Übungen vor und legt schon mal 50, 60 Liegestütze hin. Im Biologieunterricht bleibt er ebenso am Ball. Die frühere Schulleiterin habe darauf gedrungen, dass jeder Lehrer in seinen Fächern überall einsetzbar sei.  Das habe zwar den Nachteil, dass er Unterrichtsstunden immer wieder neu vorbereiten müsse, berichtet der Lehrer. Doch dafür könne er heute faktisch alle Altersstufen und Kurse in seinen Fächern unterrichten. Darüber hinaus ist er Fachkonferenzleiter für Sport an der Schule, fördert beispielsweise als solcher das Handballspiel mit Wettkämpfen, einem Handballtag oder einer Projektwoche, bereitet Schulabgänger auf sportliche Eignungsprüfungen für die Lehrer- oder Polizistenlaufbahn vor.  
Damit nicht genug. Seit drei Jahren trainiert er außerdem eine Mädchenmannschaft im Fußball, die es schon bis auf den 3. Platz im Landesfinale gebracht hat.

Sein Leben lang zur Schule gehen? Schon mit zwölf Jahren wusste Dieter Düsterhöft, dass er Lehrer werden wollte. Er selbst ist in Berge in der Prignitz aufgewachsen, in Perleberg zur EOS gegangen. Seinen damaligen Sportlehrer schätzte er sehr. Dieser gab ihm auch die Gewissheit, dass er selbst später einmal ein guter Lehrer werden könnte. Biologie kam hinzu, weil die vier Jahre ältere Schwester ihm als künftige Ärztin Hilfe versprach und er selbst tierlieb ist. In Rostock hat Dieter Düsterhoft nicht nur vier Jahre studiert sondern auch seine Frau Iris gefunden, ebenfalls eine Lehrerin, allerdings für Berufsschüler.  Nach dem Studium ging es zunächst an die Fritz-Reuter-Schule in Schwerin, anschließend an das Herder-Gymnasium. Durch die Zusammenlegung mit dem Fridericeanum kam Dieter Düsterhöft an die Schule in der Goethestaße.

Bestimmt Sport auch seine Freizeit? Bei seiner Figur ahnt man die Antwort. Früher spielte er gern Basketball. Gesundheitlich geht das nicht mehr. Dafür joggt er jetzt sonntags in Wittenförden, wo er wohnt, beteiligt sich am Fünf-Seen- oder Silvesterlauf. Im Winter fährt er gern Ski. Und im Urlaub zieht es ihn immer wieder in die Berge. Dann wird täglich gewandert. Und man kann sich gut vorstellen, dass Dieter Düsterhöft in solchen Momenten ein Lied auf den Lippen hat…