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Trainieren auf neuen Bahnen

Seit Beginn des neuen Schuljahres wird die Laufhalle verstärkt genutzt/Standort bewährt
Oben: Der Lambrechtsgrund-Komplex aus der Luft: Das Gebäude oben rechts im Bild ist die neue Laufhalle, ganz links am Bildrand zu sehen ist die Sporthalle, an die sich einst die alte Laufhalle anschloss. Foto: Rainer Cordes
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Wer kennt das nicht: Da steht ein schönes Haus in der Straße, hundertmal und mehr ist man schon vorbeigegangen. Aber was verbirgt sich hinter der Fassade? Welche Geschichten stecken hinter den Mauern, wer geht hier ein und aus? Denn schließlich sind Geschichten von Häusern immer auch Geschichten von Menschen. In dieser Serie wollen wir gemeinsam mit Ihnen hinter Fassaden blicken. Heute: die neue Laufhalle.

Die Trainingsstätte der Leichtathleten wurde erst vor etwa acht Monaten eröffnet. Wieland Schaible, Geschäftsführer der „Lambrechtsgrund Betriebsgesellschaft“, zieht aber schon mal eine kleine positive Bilanz: „Wir sind sehr zufrieden. Alles hat sich gut entwickelt, die unmittelbare Nähe zum Stadion hat sich auch bewährt.“ Jedoch sei der Betrieb ja erst im Spätsommer mit dem Beginn der Schulzeit so richtig angelaufen. Die Schüler des Sportgymnasiums nutzen die Halle ebenso wie die Sportler mehrerer Vereine unserer Stadt, vor allem die des Schweriner Sportclubs (SSC).

Wäre die alte Laufhalle nicht im März 2012 abgebrannt, stünde den Sportlern jetzt wohl kaum eine so moderne Anlage zur Verfügung, eine, die vor allem den Standards des Weltleichtathletikverbandes IAAF genügt. Sollte man dem (mittlerweile verurteilten) Brandstifter deswegen zum Dank die Hand schütteln? Ganz sicher nicht. Dennoch hört man von dem einen oder anderen Schweriner, den das Thema betrifft, ein hoch inoffizielles „Glück im Unglück“ oder auch: „Das denke ich natürlich nicht wirklich – aber der Brand hatte ja auch sein Gutes.“ Nun, es war eine schwere Straftat mit sehr hohem finanziellen Schaden, bei der zum Glück niemand verletzt wurde.

Bis die Athleten endlich ihre neue Halle bekamen, mussten sie genau zwei Jahre warten. Der Bau selbst dauerte inklusive Vorbereitungszeit ein Jahr und kostete 3,5 Millionen Euro (macht 1.000 Euro pro Quadratmeter). In der Laufhalle ziehen sich ringsum zwei grüne 200-Meter-Bahnen, mittendrin auf dem ziegelroten Kunststoffbelag sind nebeneinander sechs 60-Meter-Bah­nen markiert, außerdem können die Aktiven hier an einer Weit-, einer Hoch- und einer Stabhochsprunganlage trainieren.

Im kleinen Vorflur, gleich neben der Eingangstür, hängt eine Traditionstafel mit Bildern alter Haudegen des SSC (und dessen Vorläufer SC Traktor Schwerin) sowie von noch aktiven Sportlern und Trainern. Sie alle sind einst in der alten Laufhalle gesprungen und gelaufen. Sie wurde 1972 errichtet und 2009 energetisch saniert. Übrig geblieben ist nach dem Brand  eine kleine Turnhalle mit dazu gehörigen sanitären Anlagen, zum Glück verschonten die Flammen auch die Volleyball-Arena.
Zwischen diesen beiden Stätten befand sich die alte Laufhalle. Jetzt üben sich auf dem frei gewordenen Abschnitt an der frischen Luft unter anderem Kugelstoßer und Speerwerfer. Zudem wurde praktischerweise gleich neben der Arena ein Beachvolleyballplatz geschaffen. S. Krieg

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lbg-schwerin.de