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Schule kann so schön sein

Traumhaftes Gebäude aus Holz und Glas für Schweriner ecolea
Glas und Holz sind die dominierenden Gestaltungsmerkmale des neuen Gymnasiums. Fotos: Katja Haescher
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Wer kennt das nicht: Da steht ein schönes Haus in der Straße, hundertmal und mehr ist man schon vorbeigegangen. Aber was verbirgt sich hinter der Fassade? Welche Geschichten stecken hinter den Mauern, wer geht hier ein und aus? Denn schließlich sind Geschichten von Häusern immer auch Geschichten von Menschen. In dieser Serie wollen wir gemeinsam mit Ihnen hinter Fassaden blicken. Heute in einem der jüngsten Gebäude Schwerins: dem Gymnasium ecolea in der Schelfstraße 1.

Nein, hundertmal sind die meisten Schweriner an diesem Gebäude bestimmt noch nicht vorbeigegangen. Dafür steht es einfach noch nicht lange genug. Das Schulhaus der internationalen Schule in freier Trägerschaft ist erst vor wenigen Wochen von den Schülern in Besitz genommen worden.
Auf den ersten Blick mag man es gar nicht glauben, dass in den zweigeschossigen Quadern eine ganze Schule steckt. Das ist auch Absicht: Nicht klotzig, sondern harmonisch soll das vom Architekturbüro „Petersen Pörksen Partner“ entworfene Gebäude wirken, das aus fünf Klassenhäusern besteht. Holz und Glas sind dominierende Gestaltungselemente, so dass die Schule wie ein Reißverschluss die Lücke zwischen den Häusern der Schelfstadt und dem Ziegelsee schließt und einen fließenden Übergang zwischen Stadt und Natur schafft.
Innen befinden sich zwischen den Trakten mit den Klassenräumen Verbindungsgänge mit Lernzonen. Hier lassen sich problemlos Laptops einstöpseln – W-LAN inklusive. Außerdem dürfte es die Ausrede „Da war ich wohl gerade Kreide holen“ hier bald nicht mehr geben: Die Klassenzimmer sind mit digitalen Tafeln –  so genannten Smart Boards – ausgestattet.
Überall in Räumen und Fluren geben große Fenster den Blick nach draußen frei, verglaste Schächte in der Decke lassen zusätzlich das Tageslicht hinein. „In diesem Gebäude sind alle vier Jahreszeiten spürbar“, freut sich Schulleiter Dr. Björn Freitag. Auch die Schüler, so der Pädagoge, seien hier viel entspannter. Denn das Schulhaus bietet nicht nur eine traumhafte Lernatmosphäre, sondern beste Bedingungen für individuelle Entfaltung – sei es nun in einem der Kunstkabinette, der nagelneuen Sporthalle oder den Fachräumen für Naturwissenschaften. Begeistert ist Dr. Freitag von der neuen Bibliothek, die über zwei Etagen reicht und Lese- und Arbeitsplätze bereithält. „Mein Wunsch ist, dass dieser Raum einmal das pulsierende Herz der Schule wird“, sagt der Schulleiter. Noch stehen nicht alle Bücher in den Regalen, aber manche Schüler stecken schon neugierig den Kopf zur Tür herein. Ihr Urteil: „Die Bibo ist cool.“
Die Mischung aus Rückzugsbereichen und offenen Zonen unterstützt das Konzept der Ganztagsschule. „Wir vertreten eine offene Pädagogik, die sich auch in dem Gebäude widerspiegelt“, sagt Schulleiter Freitag. Rund 250 Schüler zählt die ecolea aktuell, für doppelt so viele ist das Schulhaus ausgelegt. Wer es betritt, steht gleich mittendrin im Geschehen: Das Foyer ist Treffpunkt, Veranstaltungsraum und Mensa zugleich. Tische und Sitzhocker nehmen die klaren Linien des Raumes auf und unterstreichen den Eindruck, dass hier etwas völlig Neues entstanden ist.
Jetzt ist es Sache der Schüler und Lehrer, inhaltlich Neues zu schaffen und das Haus mit Leben zu füllen. Björn Freitag wünscht sich für das bilinguale Gymnasium einen „School Spirit“,  einen gemeinsamen Geist, der dann entsteht, „wenn sich Schüler mit ihrer Schule identifizieren“.