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Neubauten locken Mieter

23. SWG-Vertreterversammlung: Große Bauvorhaben im Mittelpunkt
Einverstanden mit dem Kurs der SWG waren die 58 Teilnehmer der Vertreterversammlung. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurde erneut einstimmig bestätigt.
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Schwerin ist zurzeit mit Baustellen übersät. Überall wird fleißig gehämmert, geschweißt und verputzt. Dass die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) eine der Akteure ist, die beim Baugeschehen ganz vorne mitmischen, erfuhren auch die Teilnehmer der 23. SWG-Vertreterversammlung. Nicht nur in Neu Zippendorf, auch am Ziegelsee lässt die SWG neue Häuser heranwachsen. Und wo nicht neu gebaut wird, da hat die Genossenschaft auch im Vorjahr wieder fleißig modernisiert, rückgebaut oder abgerissen.
Grund für die enormen Investitionen ist die gute Ertragslage der Genossenschaft, die sich auch 2012 weiter verbessert hat. Margitta Schumann, kaufmännischer Vorstand, zeigte sich rundum zufrieden mit der Entwicklung. „Trotz des Leerstands in einigen Quartieren und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit vieler Schweriner ist die SWG stabil und zukunftsfähig. Wir erzielen seit 2005 jedes Jahr wirtschaftliche Überschüsse.“
Insgesamt erwirtschaftete die SWG in 2012 einen Jahresüberschuss von 1,2 Millionen Euro. Gleichzeitig steckte sie 5,7 Millionen Euro in die Neu- und Umbaumaßnahmen. Verbessert wurden die Wohnverhältnisse vor allem im Quartier „An den Seeterrassen“ in Neu Zippendorf, wo bis Ende 2012 acht Gebäude aus DDR-Zeiten umgebaut und ein Neubau mit barrierefreien Wohnungen in Angriff genommen wurde. Hier behauptet sich die SWG nach wie vor als Marktführer im Stadtumbau.
Hochwertige Wohnungen in exklusiver Lage entstehen seit dem Vorjahr zudem am Schweriner Ziegelsee. „Mit diesem Vorhaben haben wir gute Chancen, neue Mitglieder zu gewinnen, die wir durch unseren bisherigen Wohnungsbestand noch nicht bedienen konnten“, sagte Margitta Schumann.
Für das Jahr 2013 hat die SWG für alle Bautätigkeiten wieder Ausgaben in Höhe von 17,7 Millionen Euro eingeplant. Die fließen jedoch nicht nur in den Neubau, sondern auch in Rück- und Umbau, Abriss sowie die laufende Instandhaltung der bestehenden Gebäude.
Eine bessere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit erhofft sich die SWG durch den Umzug des Geschäftsstandortes von der Weststadt in die Innenstadt, der für einen Teil der 65 Mitarbeiter im November 2013 erfolgen soll. „Unser bisheriger Stammsitz, bei dem uns die Besucher über eine alte Garagenlandschaft finden müssen, ist nicht mehr zeitgemäß“, so das Vorstandsmitglied.
Im Eigentum der SWG befanden sich Ende 2012 insgesamt 9113 Wohnungen. Durch Rückbau, Abriss, Stilllegung und Verkauf hat sich der Gesamtbestand also um 124 Wohnungen gegenüber 2011 vermindert. Die monatliche Nettokaltmiete betrug in 2012 im Durchschnitt 4,68 Euro pro Quadratmeter.
Problematisch ist nach wie vor, dass sich Wohnungen an schwierigen Standorten schlecht vermieten lassen. „Jede leerstehende Wohnung kostet uns Geld“, so Margitta Schumann. „Daher werden wir von den insgesamt 912 nicht vermieteten Wohnungen in den nächsten drei Jahren 55 modernisieren und 152 abreißen.“ Auch im Jahr 2013 will die SWG im Stadtteil Mueßer Holz insgesamt 80 Wohnungen vom Markt nehmen. Hier ist zurzeit jede vierte Genossenschaftswohnung leer. „Insgesamt“, so Margitta Schumann, „gibt es in Schwerin einen viel zu hohen Wohnungsüberhang. Aber es wird weiter neu gebaut. Auch wir von der Genossenschaft tun dies, um einen Teil unseres Bestandes zu erneuern.“   

Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft
Leonhard-Frank-Straße 35
19059 Schwerin
Telefon: (0385) 74 50-0
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