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„Die SWG sind wir”

Eveline Lettau und ihr Mann Harry genießen das Leben in der SWG. Auch in diesem Jahr will sich Eveline Lettau wieder als Vertreterin für die Genossenschaft wählen lassen. Sie macht anderen Mut: „Es ist nicht so viel Arbeit, wie mancher denkt.“
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„Die SWG sind wir”

Eveline Lettau engagiert sich für ihre Wohnungsbaugenossenschaft

Eveline Lettau war sieben Jahre alt, als sie ihren Fuß das erste Mal in den großen Backsteinkomplex am Obotritenring setzte. Seitdem hat sie ihn nie wieder verlassen, zumindest nicht, um in eine andere Wohnung zu ziehen. „Die vergangenen Weihnachtstage haben mein Mann und ich festgestellt, dass ich jetzt seit 65 Jahren hier lebe“, erzählt sie freudestrahlend, während sie Kaffee einschenkt und ihre selbst gebackenen Kekse anpreist. „Und das ist gut so.“ Sie fischt ein vergilbtes Dokument aus ihren Unterlagen. Es ist die alte Satzung der gemeinnützigen Baugenossenschaft „Selbsthilfe“ e.G.mb.H. für Schwerin und Umgebung. So hieß ihre Genossenschaft früher, in der Zeit, als Eveline Lettau zu ihrer Pflegemutter an den Obotritenring zog. Da war sie gerade sieben Jahre alt. Als junges Mädchen lernt sie Friseurin. Dann arbeitet sie ein paar Jahre in der Datenverarbeitung. Anschließend ist sie 23 Jahre Verwaltungsleiterin an der Volkshochschule. Doch zurück zur Wohnung am Obotritenring. In ihr konnte Eveline Lettau schon früh ihr eigenes Nest bauen. Denn einen Tag nach ihrer Hochzeit, ging ihre Pflegemutter rüber in den Westen. Das war 1957. In diesem Jahr zieht auch ihr Mann Harry bei ihr ein. Eveline Lettau ist nun selbst Mitglied in der Genossenschaft. 1982 schließt sich ihre Genossenschaft der AWG „Fritz Heckert“ an – übrigens eine der größten in der DDR. Nach der Wende brechen neue Zeiten an. „Am 1. Oktober 1990, sechs Tage nachdem die noch amtierende Vertreterversammlung die neue Satzung und die Namensänderung beschlossen hatte, wurde die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft beim Amtsgericht Schwerin in das Genossenschaftsregister eingetragen“, blickt SWG-Vorstandsvorsitzender Wilfried Wollmann zurück. „So wurde aus der AWG „Fritz Heckert“ 33 Jahre später die SWG.“ Seit 20 Jahren lebt Eveline Lettau also schon in der neu strukturierten SWG, in der alles noch ein wenig demokratischer zugeht und niemand mehr in der Partei sein muss, wenn er sich als Vertreter für sein Wohnungsunternehmen engagieren will. Eveline Lettau gehört zu jenen Frauen und Männern, die sich seit einigen Jahren ehrenamtlich als Vertreter engagieren. „Wenn wir nicht wären, könnte die Genossenschaft gar nicht existieren“, stellt sie selbstbewusst fest. „Und machen wir uns nichts vor. Es ist nicht so viel Arbeit, wie mancher denkt. Nur selten tragen Nachbarn Dinge an mich heran, beispielsweise wenn das Waschküchenfenster kaputt ist, und ich gebe das weiter an die SWG-Verwaltung. Das hat bisher immer gut geklappt.“ In diesem Jahr stehen wieder Vertreterwahlen an. Wer in einer SWG-Wohnung lebt und in der Genossenschaft als Mitglied eingetragen ist, kann sich für fünf Jahre wählen lassen. Eveline Lettau, die im kommenden Monat 73 Jahre wird, will es noch einmal wagen. Für ihre SWG. „Wir fühlen uns wohl und gut aufgehoben“, sagt sie. „Wenn ich heute all die Dinge von Leuten höre, die in Privatwohnungen leben, bin ich froh, in der Genossenschaft zu sein.“    

Bei uns reden die Vertreter mit

Zum 5. Mal nach der Wende wählen die SWG-Mitglieder eine neue Vertreterversammlung. In 14 Wahlbezirken wird für je 100 vermietete Wohnungen je ein Vertreter und ein Ersatzvertreter gewählt. Seit 10. Januar können SWG-Mitglieder in ihren jeweiligen Hausverwaltungen Einsicht in die Wählerlisten für jeden Wahlbezirk nehmen. Die Wahl von Vertretern für die Vertreterversammlung ist laut Satzung der SWG eine der wichtigsten Aufgaben, um innergenossenschaftliche Demokratie einzuhalten. Die Vertreterversammlung ist das höchste Organ der Genossenschaft. Ihr obliegt es unter anderem, den Inhalt der Satzung zu bestimmen, den Jahresabschluss zu genehmigen, den Aufsichtsrat zu wählen und den Vorstand und Aufsichtsrat zu entlasten und über die Behandlung von Bilanzgewinnen/Bilanzverlusten und der gesetzlichen Rücklage zu entscheiden. Die 5. Vertreterwahl erfolgt vom 4. bis 27. April 2011 ausschließlich in Form einer Briefwahl. Die Stimmenauszählung ist am 29. April 2011. Info-Veranstaltungen für interessierte Mitglieder finden am 8. Februar um 17 Uhr im Nachbarschaftstreff Friesenstraße 9a und am 9. Februar um 17 Uhr im Nachbarschaftszentrum Wuppertaler Straße 53 statt. Also Mutige vor!

SCHWERINER WOHNUNGSBAUGENOSSENSCHAFT
Leonhard-Frank-Straße 35
19059 Schwerin
Telefon: (0385) 74 50-0
direkt@swg-schwerin.de
www.swg-schwerin.de
http://www.swg-schwerin.de/