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Alte Sorten, guter Geschmack

Kohlrabi und Erbsen hat wohl jeder in seinem Gemüsegarten. Aber wie sieht es mit Pastinaken aus, mit Mangold, Zichorie und Gelben Beten? Die Liste alter und regionaler Gemüsesorten ist lang und das Schöne daran ist, dass viele von ihnen nach und nach wiederentdeckt werden.
Der Vorteil dieser Sorten: Sie haben ein wunderbares Aroma und sind samenfest – das bedeutet, dass von ihnen Saatgut für die Aussaat im kommenden Jahr genommen werden kann. Ein bisschen anfälliger sind sie gegen Schädlinge, was Gärtner jedoch mit einem guten Standort kompensieren können.
Wenn dann im Sommer alles reift, liefert der Garten täglich die besten Zutaten für eine kreative Gemüseküche. Da lohnt es sich wirklich, einmal in andere Töpfe zu gucken. Mangold als Blattgemüse beispielsweise ist viel aromatischer als Spinat. Die fleischigen Stängel des Stielmangolds können mitgegessen werden. Es gibt sogar eine dreifarbige Sorte, die mit weißen, roten und gelben Stielen Farbe auf den Teller bringt und auch im Blumenbeet ein Hingucker ist. Was Mangold ebenfalls zu einem hervorragenden Bewohner des Gemüsebeets macht: Werden nur die äußeren Blätter gepflückt, kann das Herz weiterwachsen und die Pflanze liefert über Monate frischen Nachschub.
Für Farbtupfer sorgt auch die Gelbe Bete. Sie ist im Gegensatz zur Roten viel schwieriger zu bekommen, so dass sich der Anbau schon allein deshalb lohnt. Die Knollen schmecken mild und fruchtig und liefern außerdem noch Eisen und Folsäure für die gesunde Ernährung.
Zichorien gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt und sind wie Radicchio und Chicorée Abkömmlinge der Wegwarte. Alle eint eine leichte Bitternote und ein ganz wunderbares Rezept kommt aus der italienischen Küche: Dafür wird zum Beispiel Radicchio geviertelt, in Olivenöl mit Salz und Pfeffer scharf angebraten und anschließend im Backofen gratiniert – einfach und lecker.




