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Wenn Putzfrauen ihren tag feiern

Die Gebäudereinigung Laima Möller gilt als Beispiel für erfolgreiche Integration am Arbeitsmarkt
Auffrischung der Kenntnisse, Putzmittelkunde und gemütliches Beisammensein waren die Schwerpunkte beim Weltputzfrauentag.Fotos: Laima Möller
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Es gibt Aktionstage für unterschiedlichste Berufsgruppen, Landstriche, Hobbys, Krankheiten u.v.m.. Es gibt den Internationalen Linkshändertag genauso wie den Tag des Schlafens. Und am 8. November war der Internationale Tag der Putzfrau. Die Gilde der Reinigungskräfte feiert sich und ihren Beruf bereits seit 2004. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von Gesine Schulz bzw. der von ihr geschaffenen Putzfrau und Privatdetektivin Karo Rutkowsky.
Laima Möller, Gebäudereinigermeisterin aus Schwerin, weiß seit drei Jahren von dem Tag zu Ehren ihres Gewerbes: „Und genauso lange feiere ich den Weltputzfrauentag mit meinem Team.“ In diesem Jahr lud sie ihr Team in den Niederländischen Hof. Dort wurde sowohl gefeiert als auch sich weitergebildet.
In diesem Jahr war ein Vertreter der Firma Buzil zu Gast, der mehrere neue Reinigungsmittel vorgestellt und vorgeführt hat. Ebenso überzeugten sich die Reinigungskräfte von einem neuen Gerätschaften aus dem Hause Lloyd. Die grundsätzlichen Regeln für ein qualitativ hochwertiges Putzen wurden außerdem aufgefrischt. „Viele Leute wissen beispielsweise nicht, dass man kein warmes Wasser verwendet, wenn man einen Fußboden wischt. Es muss kalt oder höchstens lauwarm sein. Die chemischen Putzmittel verlieren bei zu hoher Temperatur ihre Wirkung“, fasst Laima Möller zusammen. Ebenso sei es bei dem Wischwasser auch wichtig, dass man erst das Wasser und dann das Putzmittel in den Eimer gibt. „Sonst entsteht zu viel Schaum, und den wiederum braucht kein Mensch.“
Am Weltputzfrauentag wurde  sich aber nicht nur fortgebildet. Ein gutes Essen aus der Küche des Niederländischen Hofes gehörte auch zu dem Ehrentag. „Meinen Leuten hat das allen sehr gut gefallen. Die Leute genießen es, auch mal alle Kollegen auf einmal zu sehen“, erzählt Laima Möller, „unser Job ist hart, da muss auch mal was für die Seele getan werden, woran wir Freude haben.“
Inzwischen habe der Weltputzfrauentag die sonst obligatorische Weihnachtsfeier ersetzt. „Im Dezember haben wir die meiste Arbeit, denn alle wollen es zu Weihnachten sauber haben. Da war es immer sehr schwer, einen Termin zu finden, an dem alle dabei sein können.“
Der Meisterbetrieb Gebäudereinigung Laima Möller existiert inzwischen seit 15 Jahren. Anfangs bestanden die Auftraggeber lediglich zu 13 Prozent aus Privatpersonen, inzwischen liegt der Privatkundenanteil bei 70 Prozent, Tendenz steigend. „Es gibt Kunden, die lassen nur zwei Mal im Jahr von uns die eigene Wohnung so richtig auf Vordermann bringen und vielleicht noch ein drittes Mal außer der Reihe, wenn sich die Schwiegermutter angesagt hat“, schmunzelt die Chefin.
Stolz ist sie auf die gelungene Integration im eigenen Unternehmen. „Wir sind die einzige Firma in ganz Mecklenburg-Vorpommern, die so viele Migranten beschäftigt. Meine Mitarbeiter kommen zum Teil aus Litauen, Armenien, Russland, der Ukraine und Lettland“, erklärt Laima Möller.
Neben ihrer Arbeit im eigenen Unternehmen ist es ihr wichtig, sich zu engagieren. So unterstützt die kleine Firma den  Alternativen Mädchentreff, die Stiftung „Horizonte“, das Mecklenburgische Staatstheater, den Lübstorfer Fußballverein, Hansa Rostock und stiftete auch schon Malbücher für einen Kindergarten. 

Gebäudereinigung Laima Möller
Räthenweg 25
19063 Schwerin
Tel./Fax: (0385) 5507569
Mobil: (0177)5276155
E-Mail: laimamoeller@t-online.de